Politik

So sollen Kinder an Schulen künftig getestet werden

Die Schulen stehen derzeit in der Krise im Fokus. Bildungsminister Faßmann will künftig mit einem mobilen Labor testen.
Heute Redaktion
11.11.2020, 10:10

Die Rolle der Schulkinder im Infektionsgeschehen wird derzeit heiß diskutiert. Abseits von virologischen Aspekten dürfe man auch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen nicht vergessen, sagen Wirtschaftsforscher.

Bezüglich Schulschließungen ist fast ein "Glaubenskrieg" entbrannt. Während einige Wissenschaftler für Schulschließungen plädieren, um die Infektionszahlen zu verringern, sprechen sich sowohl das Gesundheitsministerium wie auch das Unterrichtsministerium weiterhin klar dagegen aus.

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So wurde etwa ein Drittel der Schüler im ersten Lockdown nicht erreicht, weil die technischen Mittel fehlten. Zahlen aus Tirol und Salzburg zeigen, dass Kinder keine maßgebliche Rolle bei den Ansteckungen spielen, berichtet das "Ö1-Morgenjournal".

Mobiles Labor im Bus

"Distance Learning" sei kein Ersatz einer normalen Schule und die Belastung für die Familien groß, erklärte Bildungsminister Heinz Faßmann bei einer Pressekonferenz. Er möchte nun mit einem mobilen Labor Corona-Tests an Schulen durchführen. Die angewendete Methode soll schneller und billiger sein als die bisherigen PCR-Tests.

Zu den heiß diskutierten Schulschließungen sagte Faßmann, dass dies eine Entscheidung des Gesundheitsministeriums sei, nicht des Bildungsministeriums. Faßmann nannte aber andere Möglichkeiten, die durchgeführt werden könnten, wie etwa die Ausdünnung der Klassen, Schichtbetrieb oder Maskenpflicht im Unterricht.

Faßmann und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister haben am Mittwoch in Mödling die neue Möglichkeit für Covid 19-Testungen an den österreichischen Schulen vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen Bus, in dem sich ein mobiles Labor befindet.

Test mit Gurgelprobe 

Darin sollen sogenannte RT-LAMP-Tests durchgeführt werden. Diese sind für einen Coronavirus-Nachweis in der Regel schneller als die bisher verwendeten PCR-Tests. Dafür reichen auch Gurgelproben. 

Damit können auch größere Personengruppen schnell und ohne unangenehmen Rachen- oder Nasenabstrich getestet werden. Mit dem neuartigen RT-LAMP-Verfahren soll verhindert werden, dass Verdachtsfälle den Schulbetrieb lange stören.

Die Probe werde auf einer Kochplatte erhitzt, dabei werden Enzyme hinzugefügt. Ein Farbwechsel zeigt an, ob die Testperson positiv oder negativ ist. "Dieses Verfahren ist gleichwertig zu dem PCR-Verfahren", versprach der Minister. Das Ergebnis liege binnen weniger Minuten vor.

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