So tadelt Philippa H.-C. Strache für "schoarfe Russin"

Heinz-Christian Strache wollte die "Krone" verscherbeln, unser Wasser privatisieren und der FPÖ über Vereine Geld zufließen lassen. Ein Jahr, nachdem verstörende Szenen im "Ibiza-Video" bekannt wurden, gewährte die "Krone" Strache eine üppig bebilderte Coverstrecke.

Ein Jahr nach dem Sündenfall darf Heinz-Christian Strache, der nun Wiener Bürgermeister werden möchte, am Jahrestag des Ibiza-Videos in seiner Lieblingszeitung zurückblicken. "Es war einfach nur peinlich", ordnet er in der "Kronen Zeitung", die ihm eine bunte Strecke im Sonntagsblatt einräumt, die Faktenlage korrekt ein.

Doppel-Interview mit Philippa

Auf vier Seiten bringt Strache – begleitet von seiner Ehefrau Philippa – seine allseits bekannten Gassenhauer dar. Eine "irrsinnige Zäsur", sei sein Rücktritt gewesen, er habe sich "selbst nicht erkannt", in dem Video. Aber sein Verhalten hat auch einen Grund: "Offensichtlich hat mir jemand Ecstasy oder liquides Kokain ins Red Bull getan."

"Schoarfe Russin? Das Red Bull wirst du nicht gemeint haben."

Die "Krone"-Redakteurin möchte dann von Strache wissen, ob er sich über Persönliches, wie die Aussage über die "schoarfe Russin" geärgert habe. Der 50-Jährige hat auch hier eine kreative Erklärung: "Wenn man genau hinhört, hab ich in diesem mit 13 verschiedenen Schnitten manipulativ zusammengestückelten Video ja auch gesagt: 'Des is schoarf!" Seine Gattin Philippa beweist Humor: "Na ja, das Red Bull wirst du nicht gemeint haben. Und ehrlich, das war auch mein geringstes Problem. Mir waren auch die Klatsch-Geschichten völlig egal, wonach ich ausgezogen gewesen sein soll. Das hat nie gestimmt."

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit seiner Frau Philippa.
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit seiner Frau Philippa.picturedesk.com

"Fels in der Brandung"

Die wilde Abgeordnete steht weiter fest hinter ihrem Mann: "Ich bin in erster Linie Mutter und trage Verantwortung für unseren Sohn. Er ist so ein Sonnenschein. Und ich wollte ihn nicht belasten. Er hat mich nie verzweifelt oder weinen gesehen. Und dann wollte ich meinem Mann halt geben. Denn auch wenn er selbst schuld war, so war es doch eine Situation, die man keinem wünscht", so die 32-jährige Philippa in der "Krone". Ihr Ehemann ist dankbar: "Sie ist nicht nur eine Löwenmutter, sondern auch eine starke Partnerin und mein Fels in der Brandung. Ich bin ihr unendlich dankbar."

Erst Facebook-Video, dann "Im Zentrum"

Sonntagabend möchte Heinz-Christian Strache auf seiner Facebook-Seite ein eigenes Ibiza-Video veröffentlichen. Später diskutiert er dann im ORF-Fernsehen über "Politik und die Qual der Moral". Die Diskussionssendung "Im Zentrum" (22.10 Uhr, ORF 2) fragt: "Was bleibt vom Sündenfall Ibiza?". Zu Gast sind neben Strache auch Interims-Innenminister Wolfgang Peschorn, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss und Politikwissenschafter Peter Filzmaier.

Hier kannst du "Kopfnüsse Spezial" von "Heute"-Chefredakteur Christian Nusser zu "Ibiza – ein Jahr danach" nachlesen >>

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