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So überprüfen Sie, ob Ihr Passwort gehackt wurde!

Ein Spambot in den Niederlanden hat sich 71 Millionen Mail-Adressen unter den Nagel gerissen. Über diese wird Spam weltweit verbreitet.

Heute Redaktion
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Das französische Sicherheitsunternehmen Benkow berichtet, dass Mailadressen, Passwörter sowie Passworthinweise öffentlich im Netz zugänglich gemacht wurden. Die Firma warnt davor, dass die Daten in den Besitz von unberechtigten Personen geraten sind und diese für illegale Zwecke missbraucht werden. So auch von "Onliner", wie der gefundene Spambot genannt wurde. Er hat sich mit den Daten 71 Millionen Mail-Adressen gekapert.

Troy Hunt, ein australischer Sicherheitsforscher und Microsoft-Manager, hat darum ein Tool publiziert, mit dem sich überprüfen lässt, ob sich die eigene E-Mail-Adresse respektive der Loginname oder das Passwort unter den entwendeten Accounts befindet. Die Daten lassen sich online mit diesem Tool überprüfen. Für die Überprüfung ist nur die Eingabe der E-Mail-Adresse notwendig.

Tipps

Das Schweizer Unternehmen Melani wiederum rät Personen und Firmen, solche Checks durchzuführen. Sollte das eigene Konto betroffen sein, gibt die Website eine entsprechende Meldung aus. In diesem Fall empfiehlt der Anbieter den Betroffenen folgende Maßnahmen:

• Ändern Sie das Passwort sämtlicher Online-Konten, die mit der betroffenen E-Mail-Adresse verknüpft sind.

• Verwenden Sie immer bei jedem Internetdienst/Onlineportal ein eigenes Passwort.

• Aktivieren Sie, wo immer möglich, die 2-Faktor-Authentifizierung.

• Überprüfen Sie während der nächsten Wochen jegliche Art von Kontoauszügen, iTunes-Belastungen usw. Sollten Sie dabei Unregelmäßigkeiten feststellen, setzen Sie sich sofort mit Ihrer Bank bzw. dem entsprechenden Unternehmen in Verbindung.

• Informieren Sie gegebenenfalls alle in den E-Mail-Kontakten gespeicherten Personen dahingehend, dass sie beim Empfang von E-Mails mit Ihrem Absender vorsichtig sein und im Zweifelsfall bei Ihnen rückfragen sollen. (red)