So ungeniert sind Österreicher zu Hause wirklich

Bei vielen Österreichern bleibt die Klo-Tür während der Notdurft einfach offen.
Bei vielen Österreichern bleibt die Klo-Tür während der Notdurft einfach offen.istock/ Symbolbild
Offene Toilettentüren, aus dem Fenster bröseln oder Gesangseinlagen für die Nachbarschaft – zu Hause kennen Österreicher keinen Genierer.

Was machen die Österreicher eigentlich so in den eigenen vier Wänden, wenn niemand hinsieht? Wo es zu Hause keinen Genierer gibt, dem ist eine Umfrage von ImmoScout24 unter 500 Befragten nachgegangen.

Auch wenn nicht viele Österreicher ihr Zuhause als Kommune bezeichnen würden, so gibt es doch in vielen Haushalten eine Parallele: Denn obwohl davon auszugehen ist, dass Toilettentüren standardmäßig nicht ausgehängt sind, verzichten doch sechs von zehn Befragten in den eigenen vier Wänden gerne auf die Privatsphäre am so genannten Stillen Örtchen. Sie lassen die Türe einfach kurzerhand offen, während sie ihre Notdurft verrichten. Frauen (64 Prozent) legen dabei übrigens weniger Wert auf Privatsphäre als Männer (52 Prozent).

Direkt aus dem Kühlschrank essen

Und auch was Essen angeht, gibt es das eine oder andere Verhalten, bei dem kein Genierer gezeigt wird. 57 Prozent der Befragten geben zu, dass sie gerne einmal direkt aus dem Kühlschrank essen, jeder Zweite kocht gerne stark riechende Speisen und lässt die Nachbarn dabei großzügig an der Geruchsexplosion teilhaben. Und wer unter Fenstern vorbei geht, sollte achtsam sein, wenn von oben etwas herunterrieselt: Denn immerhin ein Viertel der Österreicher:innen wirft gerne das eine oder andere Mal die Essensbrösel aus dem Fenster.

Wer sich fragt, was sonst so in den Wohnungen rundherum passiert, sollte es vielleicht wie 42 Prozent der Befragten halten und ein wenig genauer schauen – und zwar in die Fenster der umliegenden Wohnungen, um dort die Menschen zu beobachten. Zu sehen gäbe es da laut Umfrage nämlich nicht wenig, denn jede:r Zweite spaziert gerne unbekleidet durch die Wohnung – selbstredend bei offenen Fenstern oder zumindest Vorhängen.

Laute Musik und Singen

Wer Glück hat, kann den Nachbarn beim Tanzen zu lauter Musik (46 Prozent) oder beim lauten Singen (42 Prozent) zusehen oder -hören. Und wer keinen Fernseher hat, hat gute Chancen, zumindest die Tonspur mitzubekommen. Denn 39 Prozent sehen gerne bei offenem Fenster laut fern. Und rund ein Drittel der Österreicher kennt auch keinen Genierer, wenn es um laute Partys geht, die in den eigenen vier Wänden stattfinden.

Für die Studie hat die Innofact AG im Juli 2021 für ImmoScout24 rund 500 Österreicher/innen von 18 bis 65 Jahren online repräsentativ für die österreichische Bevölkerung befragt.

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