Jessie Buckley (36) und Michael B. Jordan (39) strahlen mit ihren Goldjungs um die Wette. Bei der 98. Oscar-Verleihung wurden beide in den wichtigsten Kategorien ausgezeichnet: sie als beste Schauspielerin, er als bester Schauspieler. Die 3,9 Kilo schwere Statue macht sich nicht nur gut im Regal – sie öffnet auch ganz neue Türen in Hollywood.
Die irische Schauspielerin Buckley gewann für ihre Rolle als Frau des Dichters William Shakespeare im Drama "Hamnet". Als sie als Siegerin verkündet wurde, schlug sie sich ungläubig die Hände vors Gesicht. Kopfschüttelnd betrat sie die Bühne, lachte und weinte bei ihrer Dankesrede.
Buckley war davor eher nur eingefleischten Kinofans ein Begriff. Mit Filmen wie "Wild Rose" (2018) und "The Lost Daughter" (2021) hatte sie sich einen Namen gemacht - für Letztgenannten gab es bereits 2022 eine Oscar-Nominierung als Nebendarstellerin.
Michael B. Jordan triumphierte für seine Doppelrolle in Ryan Cooglers Vampir-Südstaatendrama "Blood & Sinners". "Ich stehe hier wegen der Menschen, die vor mir hier waren", sagte Jordan demütig in seiner Dankesrede. Der Schauspieler war bereits durch "Black Panther", die Creed-Filme und "Just Mercy" bekannt.
Ein Oscar verändert im Filmgeschäft enorm viel - vor allem Status, Gage und die Auswahl an Projekten. Ein Beispiel: Jennifer Lawrence verdiente vor ihrem Oscar 2013 rund 500.000 Dollar pro Film. Danach stieg sie zur Topverdienerin auf - mit Gagen von bis zu 20 Millionen Dollar pro Projekt.
Oscar-Gewinnern werden zudem die besten Drehbücher oft zuerst angeboten. Der Gewinner-Stempel hilft auch bei Finanzierung und Marketing eines Films. Für Buckley und Jordan beginnt damit ein völlig neues Kapitel in ihrer Karriere.