Mit einer einzigen Aussage hat Timothée Chalamet eine überraschend große Debatte ausgelöst. In einem Video-Talk mit Matthew McConaughey meinte der Oscar-nominierte Schauspieler, er wolle "nicht im Ballett oder in der Oper arbeiten" – also in Kunstformen, die man "am Leben halten müsse, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert".
Ein Satz, der in der Kulturszene für ordentlich Wirbel sorgt.
Jetzt hat sich auch Hollywood-Legende Jamie Lee Curtis eingeschaltet. Die Oscar-Preisträgerin teilte auf Instagram mehrere Beiträge, die Oper und Ballett feiern – ein klarer Seitenhieb gegen Chalamets Aussage.
Auch viele Künstler reagierten empört. Tänzer und Broadway-Darsteller Zach McNally stellte öffentlich die Frage, warum Künstler andere Kunstformen angreifen – gerade jetzt, wo künstliche Intelligenz viele kreative Berufe bedrohe.
Choreograf Amar Smalls legte nach und spottete: Opern- und Balletttickets seien teuer, "weil es Hochkultur ist". Für Filme wie "Wonka" ziehe sich schließlich niemand schick an.
Unterstützung bekam er unter anderem von Ballett-Star Misty Copeland sowie Schauspielerinnen wie Eva Mendes und Helen Hunt.
Besonders ironisch: Chalamet hat selbst eine starke Verbindung zur Tanzwelt. Seine Mutter, Nicole Flender, arbeitete jahrzehntelang als Ballettlehrerin beim New York City Ballet, auch seine Großmutter war professionelle Tänzerin.
Ob der kleine Kultur-Skandal Auswirkungen auf die Preisverleihung hat? Bei den kommenden Academy Awards gilt derzeit Michael B. Jordan als heißer Kandidat auf den Schauspiel-Oscar – knapp vor Chalamet.
Eines ist jedenfalls klar: Ein paar lockere Sätze über Oper und Ballett können in Hollywood schneller für Drama sorgen als so mancher Kinofilm.