Der Hitzesommer sorgt an der Strombörse für enorme Preisschwankungen. Mittags drückt die Photovoltaik mit etwa 30 Prozent Anteil an der Stromproduktion die Preise in den Keller. Abends, wenn der Strombedarf wieder steigt, klettern die Preise auf über 70 Cent pro Kilowattstunde.
Wer einen Batteriespeicher besitzt, kann davon profitieren. Tagsüber wird günstiger Solarstrom gespeichert, abends wird er entweder selbst verbraucht oder zu hohen Preisen ins Netz eingespeist. So wird aus den gefürchteten Schwankungen ein Ertragshebel.
Wie es auf chip.de heißt, lag der Marktwert Solar 2025 im Jahresmittel bei nur 4,5 Cent pro Kilowattstunde. Wer clever speichert und zu Spitzenzeiten einspeist, kann deutlich mehr erlösen als mit der festen Vergütung.
Auch in Österreich hat man erkannt, dass Speicher der Schlüssel sind. Ab 2027 soll die Photovoltaik-Förderung auf Stromspeicher umgestellt werden. Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer verwies auf den heurigen Hitzesommer, der den Bedarf an mehr Speicherkapazität verdeutlicht habe.
Der starke Sommer kann so den schwachen Winter mitfinanzieren. Experten empfehlen, Speicher größer zu dimensionieren als der eigene Abendbedarf. So bleibt nach dem Eigenverbrauch noch Strom zum gewinnbringenden Einspeisen.