Deutschland ist reich - zumindest auf dem Papier. Das Geldvermögen der privaten Haushalte hat erstmals die Marke von zehn Billionen Euro überschritten. Eine Zahl mit 13 Nullen, die im Alltag ungefähr so greifbar ist wie ein Stern am Himmel.
Die Kehrseite: Dieses Vermögen gehört bei Weitem nicht allen. Viele Menschen haben schlicht und einfach nichts auf der Seite. Fast die Hälfte der Betroffenen sagt, dass das Einkommen einfach nicht reicht. Am Monatsende bleibt null übrig.
Wie inside-digital.de berichtet, haben steigende Preise für Energie, Miete und Lebensmittel bei gut jedem Fünften die letzten Rücklagen aufgefressen. Das Leben ist inzwischen so teuer, dass für viele kein Cent zum Sparen übrig bleibt.
Die Ungleichheit ist enorm: Etwa die Hälfte des gesamten Geldvermögens gehört den reichsten zehn Prozent - das sind rund vier Millionen Haushalte. Dort wächst das Geld besonders schnell, weil es oft in Aktien und Fonds steckt, die ordentlich Rendite bringen.
Am anderen Ende der Skala stehen rund 20 Millionen Haushalte. Auf sie entfallen zusammen gerade einmal acht Prozent des Vermögens. Die Schere zwischen Arm und Reich geht also weiter auf.
Die finanzielle Lage schlägt vielen aufs Gemüt. Fast jeder fünfte Befragte liegt nachts wach und grübelt über Geld. Mehr als ein Drittel glaubt inzwischen, sich wichtige Wünsche im Leben ohnehin nie erfüllen zu können.
Im Schnitt legt jeder Einwohner in Deutschland monatlich rund 270 Euro zur Seite - die Sparquote lag 2025 bei etwa 10,4 Prozent. Trotz des Rekordvermögens bleibt der Wohlstand ein Privileg der Wenigen.