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So viel Labor steckt in Fast Food & Fertiggericht

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:56

Emulgator, Farbstoff, Konservierungsmittel: Burger, Pizza und Fertiggerichte enthalten meist eine Reihe künstlich erzeugter Zusatzstoffe. Gesundheitsgefährdend sind sie laut Lebensmittelchemiker Matthias Schreiner nicht - aber oft unnötig.

Emulgator, Farbstoff, Konservierungsmittel: Burger, Pizza und Fertiggerichte enthalten meist eine Reihe künstlich erzeugter Zusatzstoffe. Gesundheitsgefährdend sind sie laut Lebensmittelchemiker Matthias Schreiner nicht – aber oft unnötig.

Die schnelle Fertigkost, Convenience Food genannt, sei ohne Zusatzstoffe kaum herstellbar, erklärt Schreiner. Emulgatoren etwa verhindern, dass sich die Bestandteile entmischen. Konservierungsstoffe schützen die Speisen vor Keimen und machen sie länger haltbar. Im Labor entwickelte Hilfsmittel müssen strenge Zulassungsverfahren durchlaufen. Gesundheitsgefahr besteht nicht.

Was Fast Food ungesund macht, sind die großen Mengen an Fett, Zucker und Salz. Andererseits übertreiben die Erzeuger den Einsatz von Zusätzen, etwa Farbstoffen, häufig. Schreiner: "Man muss sich fragen: Braucht es das wirklich?"

PD Dr. M. Schreiner, BOKU Wien

Backmischungen im Burgerbrot

Wie viel Labor steckt im Burger? Fangen wir beim Brot an: Ohne Zusatzstoffe – z. B. Backtriebmittel, Enzyme und Emulgatoren – wäre ein Hamburger-Weckerl kaum in Form zu bringen.

Paradeiser aus dem Aquarium

Tomaten gedeihen vielerorts auf in Nährlösung getränkter Steinwolle. In einem deutschen Gewächshaus werden sie zu Forschungszwecken sogar mit Aquariumwasser gegossen.

Ketchup und Sauce

Geschmacksverstärker, Emulgatoren, Konservierungsmittel und natürlich Farbstoffe: Ketchup und andere Burger-Saucen enthalten eine Vielzahl an synthetischen Zusatzstoffen.

Salat aus dem Automaten

Grünzeug aus dem Automaten? In Japan ist das längst Realität – in den Küchen mancher Restaurants stehen Maschinen, in denen die Salathäuptl auf Nährboden wachsen.

Fleischlaibchen aus Petrischale

Im Labor gezüchtetes Fleisch könnte in der Zukunft tatsächlich auf dem Teller landen. Noch ist der „Frankenburger“ unerschwinglich. Kosten pro Stück: 250.000 Euro.

Analogkäse – falsch, aber fettarm

Statt Milch werden im Käseimitat pflanzliche Öle verarbeitet, Aromastoffe sorgen für Geschmack. Trostpflaster: Analogkäse enthält weniger Fett als sein natürliches Pendant.

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