Immer mehr Kinder und Jugendliche werden im Internet gemobbt – und schuld daran ist Corona. Laut einer Studie von saferinternet.at, die von Jugend-Staatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) vorgestellt wurde, hat Cyber-Mobbing aus "Sicht der 11- bis 17-Jährigen österreichweit in Pandemie-Zeiten um 48 Prozent zugenommen".
Dramatisch: 17 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bereits selbst schon Opfer von Cyber-Mobbing wurden.
"Hass ist nie okay. Nicht auf der Straße und genauso auch nicht in der digitalen Welt. Jeder soll betroffenen Personen zur Seite stehen und bei Angriffen und Beleidigungen aktiv werden", betont Landesrat Hattmannsdorfer.
Am häufigsten passiere die Online-Schikane im schulischen Umfeld, so saferinternet.at "Lügen und Gerüchte in Sozialen Netzwerken, wiederholte Beleidigungen über Messenger-Dienste oder Ausgrenzungen im Online-Unterricht: Jugendliche können auf vielfältige Weise von Cyber-Mobbing betroffen sein."
Die Details: "Lügen oder Gerüchte, die über die eigene Person verbreitet wurden (41 Prozent), sowie Identitätsdiebstahl durch Fake-Profile (37 Prozent), der ungewollte Erhalt unangenehmer Nachrichten (37 Prozent) oder Einschüchterungsversuche (33 Prozent) werden häufig als Beispiele genannt", so saferinternet.at.
Der oberösterreichische Jugendlandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) dazu: "Das JugendService des Landes steht Jugendlichen, Kindern und Eltern zur Seite, um sicher im Internet unterwegs zu sein."
Und so geht man mit Cyber-Mobbing richtig um, die Experten des JugendService geben Tipps:
Cyber-Mobbing kann grundsätzlich jeden treffen, Frauen und Mädchen sind jedoch häufiger betroffen. Als erster Schritt bietet sich an, die Person, die Hass-Postings einsetzt, zu sperren. Tauchen die Postings trotzdem auf, kann der Jugendliche das dem Betreiber der Website melden. Man kann auch einfach sachlich mitteilen, dass man mit den Hass-Postings nicht einverstanden ist.
Jugendliche müssen nicht alles alleine aushalten oder machen. Man holt sich am besten Unterstützung bei Menschen, denen man vertraut. Oder bei einer Beratungsstelle. In Oberösterreich steht das Team des JugendService niederschwellig online sowie in den Regionen zur Verfügung. Infos: www.jugendservice.at.
Hetze, Beleidigungen oder Beschimpfungen sind auch online strafbar und können bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden. Man muss jedoch Beweise, beispielsweise in Form von Screenshots, sichern.