So viele Menschen sind trotz Impfung an Corona erkrankt

Corona-Intensivstation (Symbolbild)
Corona-Intensivstation (Symbolbild)Getty Images
Seit Wochen kursieren Gerüchte, dass immer mehr Menschen trotz Corona-Impfung erkranken. Dabei sind Impfdurchbrüche eher selten. 

Bei den Salzburger Festspielen wurde nach der Premiere ein Covid-Fall entdeckt. Die Person war bereits vollimmunisiert, hieß es in einer Aussendung. Für die kommenden Vorstellungen wurde eine FFP2-Maskenpflicht eingeführt, "Heute" berichtete.

Immer wieder kursieren Gerüchte, wonach immer mehr Menschen trotz Impfung erkranken. Dabei sind Impfdurchbrüche eher selten. Laut Statistik erkrankt etwa einer von 10.000 Geimpften, das belegen auch Zahlen vom Bundesamt für Gesundheitswesen. Der letzte veröffentlichte Bericht zu den Impfdurchbrüchen stammt vom 9. Juli – damals waren knapp 3,7 Mio. Menschen in Österreich vollimmunisiert, und davon erkrankten 314 am Coronavirus.

Impfdurchbrüche vor allem bei hochbetagten Menschen

261 betrafen den Impfstoff von Biontech/Pfizer, 13 Moderna, 39 AstraZeneca und einer Janssen. 16 Personen sind an den Folgen der Erkrankung verstorben, (15 Biontech/Pfizer und ein Moderna), vier Fälle wurden als lebensbedrohlich eingestuft und bei 28 weiteren Betroffenen wurde ein Krankenhausaufenthalt gemeldet.

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"Zu einem Impfdurchbruch komme es vor allem bei hochbetagten Menschen, deren Immunsystem nicht ausreichend auf die Impfung reagiert hat – bei Jungen gebe es kaum Fälle, auch in der Gruppe der 45- bis 55-Jährigen gibt es nur einen kleinen Anteil, der liegt in der Natur des Individuums", erklärt Virologe Klaus Vander gegenüber "orf.at".

Auch die Zeitung "Der Standard" hat sich die Zahlen genauer angesehen. In den acht Krankenhäusern des Wiener Gesundheitsverbundes sind derzeit insgesamt 30 an Covid-19 erkrankte Patienten und Patientinnen in stationärer Behandlung. Davon müssen sieben Patienten auf der Intensivstation versorgt werden (österreichweit 40).

Bei Spitalspatienten derzeit niemand doppelt geimpft

Unter diesen Hospitalisierten befinden sich keine doppelt geimpften Personen. "Die Beobachtungen unserer medizinischen Expertinnen und Experten zeigen, dass es sehr selten ist, dass Patientinnen oder Patienten trotz vollständiger Impfung aufgrund von Covid-19 stationär aufgenommen werden müssen oder gar eine Intensivbehandlung benötigen. Meistens steht bei Personen, die trotz Vollimmunisierung stationär mit Covid-19 aufgenommen werden, eine andere Diagnose im Vordergrund. Bei multimorbiden oder immunsupprimierten Patienten könnte das zum Beispiel der Fall sein. Denn da bestehe die Möglichkeit, dass die Impfungen nicht ihre volle Wirkung erreichen können", erklärt eine Sprecherin des Gesundheitsverbunds gegenüber dem "Standard".

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