Am vergangenen Wochenende wurden in Hollywood bei den Academy Awards wieder die begehrten Oscar-Statuetten vergeben. Für viele Schauspieler ist die Auszeichnung ein Ritterschlag, der ihre Karriere über Nacht verändern kann.
Wer einen Oscar gewinnt, darf sich häufig über größere Rollen, mehr Möglichkeiten und deutlich höhere Gagen bei zukünftigen Projekten freuen. Die goldene Trophäe gilt als eine der begehrtesten Auszeichnungen der Filmbranche.
Doch wie viel ist die berühmte Statue eigentlich wert? Die Antwort darauf dürfte einige überraschen, wie "Just Jared" berichtet.
Der materielle Wert eines Oscars ist nämlich überraschend gering. Die Statuette misst 34 Zentimeter und wiegt 3,9 Kilogramm. Ihr Kern besteht aus einer massiven Metalllegierung, die mit einer dünnen Schicht aus 24-karätigem Gold überzogen ist. Je nach aktuellem Goldpreis liegt der Materialwert bei etwa 500 Euro.
Ein Verkauf der Trophäe ist jedoch nahezu unmöglich. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat strenge Regelungen eingeführt, die verhindern sollen, dass die Statuetten auf dem freien Markt gehandelt werden.
Seit 1950 müssen Preisträger eine entsprechende Vereinbarung unterschreiben. Wollen sie oder ihre Erben den Preis jemals verkaufen, muss er zuerst der Academy zum symbolischen Preis von einem US-Dollar angeboten werden.
Historische Oscars von vor 1950 können jedoch legal den Besitzer wechseln. So wurde etwa der Oscar für das beste Drehbuch für "Citizen Kane" aus dem Jahr 1942 bei einer Auktion für über 860.000 US-Dollar versteigert.
Für alle, die mit einem Oscar nach Hause gegangen sind, zählt somit vor allem das Prestige. Die Auszeichnung ist ein Symbol für künstlerische Exzellenz und Anerkennung durch die Branche. Der wahre Wert eines Oscars liegt nicht in seinem Materialpreis, sondern in der Bedeutung, die er für die Karriere und das Vermächtnis der Gewinner hat.