So will die Regierung gegen den Lehrermangel vorgehen

Die Schulen haben weiterhin geöffnet, die Anwesenheitspflicht ist derzeit aber ausgesetzt.
Die Schulen haben weiterhin geöffnet, die Anwesenheitspflicht ist derzeit aber ausgesetzt.Daniel Scharinger / picturedesk.com
Vizekanzler Werner Kogler und Bildungsminister Martin Polaschek informierten am Mittwoch über neue Maßnahmen gegen den Lehrermangel in Österreich.

Vizekanzler Werner Kogler und Bildungsminister Martin Polaschek haben am Mittwoch nach dem Ministerrat neue Maßnahmen im Bildungsbereich präsentiert.

"Wir haben heute viele Änderungen und Novellen auf den Weg gebracht, eine davon ist die Dienstrechtsnovelle. So werde im Bildungsbereich nicht nur die Verwaltung modernisiert, sondern auch der öffentliche Dienst attraktiviert", erklärte Kogler zu Beginn.

In Österreich herrscht derzeit ein Lehrermangel. In Fächern wie Mathematik oder Informatik fehlt es vor allem im Wien an ausgebildeten Lehrkräften, "Heute" berichtete. Doch auch in anderen Bundesländern haben Pensionierungswellen und die Corona-Pandemie die Lage weiter verschärft.

Quereinstieg erleichtern

Auch heuer wird wieder die Sommerschule angeboten. Diese wird als Regelangebot fixiert, wie Polaschek betonte. Mittlerweile haben sich nach Angaben des Bildungsministers fast 40.000 Schüler an über 1.000 Standorten angemeldet. "Die Sommerschule bietet die Möglichkeit, Lernrückstände aufzuholen bzw. Wissen zu vertiefen", so Polaschek. Weiters wird es ergänzende Maßnahmen für ukrainische Kinder mit vertiefenden Lehrveranstaltungen zur Sprachförderung geben.

Lehramtsstudierende können eine finanzielle Abgeltung von 30 Euro pro Stunde erhalten. Weiter werden Praxispunkte für das Studium angerechnet.

Zudem möchte die Regierung Erleichterungen für Quereinsteiger im Lehrerberuf schaffen. Rund 120.000 Lehrer und Lehrerinnen unterrichten derzeit in Österreichs Klassenzimmern. "Wir müssen darauf schauen, dass wir genügend Leute zur Verfügung haben und brauchen ein neues Lehrerbild. Es war ein Schuljahr mit vielen Herausforderungen und dafür müssen wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen", so Polaschek.

Eingangsvoraussetzungen präzisiert

Konkret geht es dabei um Menschen ohne Lehramtsausbildung, die sich aber für den Beruf interessieren und nach einem strengen Assessment in den Schulbereich kommen. Durch die Dienstrechtsnovelle werden bei der Anstellung die Eingangsvoraussetzungen präzisiert. Auch die Berufspraxis wird  auf drei Jahre vereinheitlicht und Vordienstzeiten eingerechnet.

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