So wird den tragisch Verstorbenen gedacht

83 Menschenleben forderten die nö. Straßen 2017 bereits, 3.393 waren es seit 2000. Gedenkkreuze und -steine am Straßenrand erinnern an die Todesopfer.

"Mama hat immer gesagt, der Tod gehört nun mal zum Leben dazu. Ich wünschte, es wäre anders." Ein treffender Satz, den Filmheld Forrest Gump am Grab seiner großen Liebe Jenny ausspricht. Ein Satz, den sich vermutlich viele, die in ihrem Leben bereits einen geliebten Menschen verloren haben, denken. Besonders heute, zu Allerseelen, jenem christlichen Feiertag, an dem der Verstorbenen gedacht wird.

2017 in NÖ: 83 Todesfälle im Straßenverkehr

Während manche das Glück haben, nach einem langen, erfüllten Leben friedlich zu entschlafen, werden andere auf tragische Weise, viel zu früh aus dem Leben gerissen. Seit dem Jahr 2000 kamen auf Niederösterreichs Straßen knapp 3.400 Menschen zu Tode ("Heute" berichtete), alleine im Jahr 2017 waren es bereits 83, zuletzt kam es am Halloween-Abend auf der B4 in Maissau (Hollabrunn) zu einem fatalen Crash, bei dem die 41-jährige Mutter Pia D. starb, ihre Tochter (8) wurde schwer verletzt, starb später im Spital ("Heute" berichtete).

Und immer wieder kommt man während der Autofahrt durch Niederösterreich an am Straßenrand platzierten Kreuzen vorbei. So auch auf der B1 bei Michelhausen (Bezirk Tulln), wo ein liebevoll gepflegter Gedenkstein an den tragischen Unfall von Motorradfahrer Alex R. erinnert, der am 26. September 2009 mit einem Lkw kollidierte und noch vor Ort starb.

Regeln für Gedenkkreuze jetzt strenger

"Das Aufstellen von Gedenkkreuzen kann entlang von Landesstraßen nur kurzfristig gestattet werden. Diese dürfen aber weder verkehrsbehindernd noch verkehrsgefährdend sein. Das Einvernehmen mit der örtlich zuständigen Straßenmeisterei zur Abklärung, ob dies möglich ist, muss zeitgerecht hergestellt werden", erklärt Gerald Fichtinger vom Straßendienst des Landes Niederösterreich auf "Heute"-Anfrage.

Wie viele Kreuze an den Verkehrsrouten in NÖ stehen, ist statistisch nicht erfasst. "Auch eine Abschätzung ist nicht möglich, da diese nicht registriert sind", so Fichtinger.

Die Regeln, wann und wie man Gedenkkreuze anbringen darf, sind jedenfalls über die letzten Jahre strenger geworden, ein Großteil der Denkmale, die nach wie vor stehen, betreffen Altfälle, die bereits vor längerer Zeit zugelassen wurden.

Doch nicht nur Gedenkstätten für die im Straßenverkehr umgekommenen Menschen gibt es in NÖ. Am Traisen-Ufer in Sankt Pölten erinnert ein liebevoll gestaltetes Grab an einen jungen Mann, der auf tragische Weise im Fluss verstarb.

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