So würde Österreich am Sonntag wählen

Müsste Österreich am Sonntag wählen, wären die Ergebnisse doch sehr anders im Vergleich zur Wahl 2017.
Alles anders, aber am Ende gewinnt doch die ÖVP. So könnte man die aktuellen Umfrageergebnisse des ORF beschreiben.

Dieser hat die Institute SORA und Integral für eine "Relevanzstudie" beauftragt. Die Ergebnisse sind auch der Grund, warum man die Grünen zu den Wahl-Duellen einladen wird.

ÖVP an der Spitze



Mit einem derzeitigen Ergebnis von 38 Prozentder Stimmen würde die ÖVPdie Wahl klar gewinnen und sich im Vergleich zur Nationalratswahl 2017 um bis zu 6,5 Prozent steigern. Das Ergebnis damals lautete 31,5 Prozent.

Die SPÖläge mit 21 Prozent an zweiter Stelle, hätte aber auch 5,9 Prozent verloren. 2017 kam man noch auf 26,9 Prozent.

Die FPÖwäre ein weiteres Mal Dritter, wenn auch nicht mehr so knapp wie 2017. Denn sie würde - stimmen die Umfragen - am stärksten von allen verlieren. Von den 26 Prozent von vor zwei Jahren blieben aktuell nur 18 Prozent übrig. Ein Minus von acht Prozent.

Kräftig dazugewinnen würden die Grünen. Verpassten sie bei der letzten Wahl mit 3,8 Prozent noch knapp den Einzug, würden sie diesmal das größte Plus von 8,2 Prozent verzeichnen. Mit 12 Prozent würden sie noch vor den NEOS auf Platz vier landen.

Aber auch die NEOShätten - wäre die Wahl jetzt am Sonntag - ordentlich Grund zur Freude. Von ihren 5,3 Prozent im Jahr 2017 sprängen sie auf satte 8 Prozent. Ein Plus von 2,7 Prozent.

Die Partei JETZTkämpft den Umfragen zufolge ums politische Überleben. Zog Peter Pilz bei den letzten Wahlen noch mit 4,4 Prozent knapp in den Nationalrat ein, würden ihm heute nur mehr 1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme geben. Einen Einzug würde man damit klar verpassen.

Spannende Koalitionen



25 Prozent Unentschlossene
SORA und Integral haben zwischen 31. Mai und 10. Juni 1.458 Wahlberechtigte befragt. 25 Prozent von ihnen waren unentschlossen oder wollten ihre Wahl nicht verraten.
Der Rest, 1.089 Befragte, antwortete auf die Frage: "Wäre am Sonntag Nationalratswahl, welche Partei würden Sie wählen?"
Die Schwankungsbreite beträgt +/- 3 Prozent.
Auch für die möglichen Koalitionen nach der Wahl ist diese Sonntagsfrage spannend.

CommentCreated with Sketch.72 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Eine Neuauflage von Türkis-Blau würde sich auch mit einer geschwächten FPÖ noch komfortabel ausgehen. Theoretisch möglich wäre natürlich auch Türkis-Rot. Selbst Türkis-Grün wäre anbetrachts der neuen Stärke der Grünen nicht ausgeschlossen.

Ohne Chance hingegen wären die Koalitionen ohne die ÖVP. Rot-Blau wäre weit unter der Mehrheit, auch Rot-Grün-Pink ginge sich nicht aus.

(csc)

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