Politik

Sobotka will mit Verkehrskameras Kennzeichen erfassen

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:09

Nach den Terroranschlägen in Berlin und Istanbul denkt auch Österreich daran, die staatliche Überwachung auszubauen. Innenminister Wolfgang Sobotka will unter anderem die Verkehrskameras der Asfinag nützen, um die Kfz-Kennzeichen der Autofahrer zu nützen. Doch von die Asfinag erteilt dem eine Absage, derzeit ist das technisch nicht möglich.

 

Stärkere staatliche Überwachung: Um Verdächtige und Terroristen schneller zu fassen, sollen die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft werden. So wünscht sich Sobotka, dass die Kameras der Asfinag künftig nicht nur den Verkehrsfluss überwachen, sondern auch die Kennzeichen der Fahrzeuge erfassen. Im Notfall soll man so auf das Videomaterial zugreifen können.

Doch derzeit ist das nicht möglich. Die Kameras der Asfinag sind technisch nicht in der Lage Kennzeichen zu erfassen, sie sind ausschließlich zur Verkehrsflussüberwachung gedacht. Nur die Aufzeichnungen der Tunnel werden 72-Stunden gespeichert, um bei Unfällen auf das Material zurückgreifen zu können, erklärt Hartwig Hufnagel von der Asfinag im Ö1-Morgenjournal. 

Wenn die rund 5.000 Kameras in Zukunft auch die Kfz-Kennzeichen erfassen sollen, müsse man technisch umrüsten, auf Knopfdruck scharf stellen, geht leider nicht.

Auch im Schengen-Raum wünscht sich der Innenminister künftig eine biometrische Erfassung von Drittstaatsangehörigen bei der Ein- und Ausreise ("Entry-Exit-System").

 
 

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