Social-App Vero will das nächste Instagram sein

Tausende neue User registrieren sich täglich auf der neuen sozialen Plattform. Vero will seine Mitstreiter überholen und zwar mit einem einfachen Mittel: Keine Werbung - nur echte Menschen.

Viele Nutzer sind mit Facebook unzufrieden. Zuletzt gerät auch Instagram immer mehr ins Visier der Kritiker. Der Grund: Werbungen überfluten die Feeds, Algorithmen schlagen den Usern augenscheinlich willkürliche Beiträge vor. Soziale Netzwerke scheinen nicht mehr für das zu stehen, was sie einmal sein wollten.

"Vero" will dem Ungleichgewicht nun entgegen wirken. Der Name steht für "Wahrheit". Genau damit will die App auch punkten: Authentizität statt Datensammlerei von großen Konzernen.

"Natürlicher Verhalten"

Seit wenigen Tagen herrscht ein regelrechter Boom um "Vero". Tausende Menschen registrieren sich täglich neu auf der App, die "das nächste Instagram" sein möchte. Das ist allerdings nicht mehr lange so einfach möglich. Nur die erste Million darf sich gratis registrieren. Wird die Grenze geknackt, dann soll eine Neuanmeldung mit Kosten verbunden werden.

Aufgebaut ist die App ähnlich wie Instagram: Auf dem eigenen Feed sieht man die Fotos seiner Freunde. Hier gibt es aber schon den ersten Unterschied. Man kann die anderen Nutzer in vier verschiedene Kategorien unterteilen: Follower, Bekannte, Freunde und enge Freunde. Der Vorteil: Man kann sich genau aussuchen, welche Gruppe, was sehen soll. Lädt man ein Foto hoch, dass beispielsweise nur für den engsten Freundeskreis sichtbar sein soll, so wählt man auch nur diese Kategorie aus. Einfache Follower und Freunde können das Bild dann nicht sehen. Laut Vero könnte man sich so "viel natürlicher verhalten".

Seit 2015 online

Zusätzlich will die App auf jegliche Art von Werbung verzichten. "Es gibt keine Algorithmen und kein Datensammelei. Niemals", versichern die Hersteller. Der einzige Nachteil: Dem User wird wirklich alles gezeigt. Bei Instagram werden einem die Beiträge von den Personen gezeigt, mit denen man am meisten interagiert. Auf Vero muss man also eventuell länger nach unten wischen, um die Beiträge seiner Freunde zu sehen.

Außerdem kann man auf Vero nicht nur Fotos posten: Texte, Links, Filmtrailer und Songs können ebenfalls geteilt werden. Auch eine Chat-Funktion darf nicht fehlen.

All dies scheint den Usern zu gefallen: Vero kämpft seit Tagen mit Server-Problemen. Die App ist immer wieder überlastet, weil sich immer mehr Menschen auf der sozialen Plattform anmelden. Damit scheinen die Entwickler nicht gerechnet zu haben. Denn Vero wurde schon 2013 gegründet, zwei Jahre später ging die App online - der Hype kommt erst jetzt. Ob dieser auch länger anhält wird sich zeigen. (slo)

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