Soforthilfe für Österreichs Milchbauern

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Politik, Bauern, Milchverarbeiter und Experten haben am Dienstag im Parlament über den Milchpreisverfall beraten. Resultat: Eine Soforthilfe für die Bauern. Sie müssen ein Quartal lang keine Sozialversicherungsbeiträge entrichten.
Beim "Milchgipfel" wurde eine Reihe an Maßnahmen angedacht, die Bauern in Zeiten sinkender Milchpreise entlasten sollen. Ganz oben auf der Liste: Ein Sozialversicherungsrabatt. Bis zu 2.000 Euro soll das den einzelnen Milchbauern bringen. Ihnen werden die Sozialversicherungsbeiträge für ein Vierteljahr erlassen. Kosten: 170 Millionen Euro.

Arbeiterkammer kritisiert SV-Erlass

Die Arbeiterkammer konnte sich für diesen Vorschlag nicht begeistern. Man kritisierte, dass Geld aus dem Topf genommen werde, das an anderer Stelle fehle. Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (VP) zeigte aber kein Verständnis: "Blockadehaltungen bringen uns sicher nicht weiter", sagte er zum ORF.

Als längerfristige Maßnahmen soll es bis 2020 rund 100 Millionen Euro für Österreichs Milchbauern aus dem EU-Topf geben. Außerdem will Rupprechter mehr Mittel für Milchmarketing aufwenden und Förderungen für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit ausschütten.

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