Ukraine

Putin fuhr mit – jetzt sitzt Oligarchen-Limousine fest

Eine halbe Million Euro hat Oligarch Alisher Usmanow für seinen Luxuswagen mit allerlei Extras hingeblättert. Jetzt sitzt dieser auf Sardinien fest. 
Nikolaus Pichler
31.03.2022, 11:40

Im Rahmen der Russland-Sanktionen haben italienische Behörden eine Luxus-Limousine der Sonderklasse beschlagnahmt. Der Mercedes Maybach S650 Guard hat einen Wert von 500.000 Euro und viele Extras. Gehören tut er dem Oligarchen Alisher Usmanow (69). Über die Aktion auf Sardinien berichten mehrere internationale Medien unter Berufung auf den italienischen "Corriere della Sera".

Gekauft soll Usmanow das Auto der Superlative 2018 haben. Die Karosse hat allerlei Zusatzaustattung– allen voran zehn Zentimeter dickes Panzerglas, das sogar Sprengstoff standhalten soll. Fünf Tonnen schwer soll das Gefährt gemäß dem "Corriere" sein. Üblicherweise wird es von Staatschefs wie Indiens Narendra Modi verwendet. Die Zeitung stellt daher die Frage in den Raum, weshalb sich Usmanow gerade für dieses Modell entschieden hat und macht eine Rechnung: Einen Ferrari Portofino oder einen Bentley Continental hätte er für einen Drittel des Preises haben können, und immer noch genügend Budget für "ein paar Teslas" übrig gehabt.

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Auch Wladimir Putin soll schon mitgefahren sein

Die Wahl könnte auch aufgrund einer illustren Gästeliste auf den Super-Maybach gefallen sein, mutmasst die Zeitung. So soll Vizepräsident Medwedew zu den Gästen Usmanows auf Sardinien gehört haben. Sogar der russische Staatspräsident Wladimir Putin soll bei Besuchen der, bei reichen Russen sehr beliebten, Insel im Maybach gesessen haben.

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Die örtlichen Behörden haben in den letzten Tagen und Wochen bereits verschiedene andere Vermögenswerte von reichen Russen, darunter Jachten und Häuser beschlagnahmt. Dennoch könnte der Schlag gegen Usmanow einigen in der Regierung Kopfzerbrechen bereitet haben. Dieser hatte sich vor Ort nämlich als Wohltätiger gezeigt. 500.000 Euro soll er gemäsß dem "Guardian" an die Lokalverwaltung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gespendet haben.