Sohn von Briten-Millionär in England aufgetaucht

Im Bezirk Baden gibt es seit Montagabend einen Fall von mutmaßlicher Kindesentführung: Ein Vater soll gegen 18 Uhr seinen Sohn "der Obsorge seiner Mutter entzogen" haben, bestätigte ein Sprecher der Landespolizeidirektion NÖ. Beim Verdächtigen handelt es sich laut "Daily Mail" um einen britischen Anwalt und Millionär.

Im Bezirk Baden gibt es seit Montagabend einen Fall von mutmaßlicher Kindesentführung: Ein Vater soll gegen 18 Uhr seinen Sohn "der Obsorge seiner Mutter entzogen" haben, bestätigte ein Sprecher der Landespolizeidirektion NÖ. Beim Verdächtigen handelt es sich laut "Daily Mail" um einen britischen Anwalt und Millionär. Das Kind wurde tatsächlich auf einer britischen Insel gefunden.

Die Mutter des Buben, eine Frau aus Baden mit der deutschen Staatsbürgerschaft, lebte bis 2012 mit ihrem Mann auf der britischen Insel Sark. 2012 trennte sich das Paar, die Frau zog mit ihrem Sohn Markus F.* (4) zurück nach Niederösterreich, um in der Nähe ihrer Eltern sein zu können. Der Mutter wurde das alleinige Sorgerecht für Markus, der die österreichische und deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, zugesprochen, so die "Daily Mail".

Seit Jänner 2013 versuchte der Vater, die Obsorge für Markus zu erreichen. Im Februar zog es Mutter und Sohn jedoch noch einmal nach Sark, bevor beide im August endgültig Großbritannien den Rücken kehrten. Ausschlaggebend sei gewesen, dass der Kindsvater Andreas F. Markus in ein Internat habe stecken wollen. Anfang Oktober sei F. dann in Baden aufgetaucht, um seinen Sohn zu sehen. Die Mutter erlaubte es, der Großvater des Buben, sein Vater und Markus spazierten in einen Park.

Bub tauchte nach drei Tagen wieder auf

Als der Großvater jedoch von einem kurzen WC-Aufenthalt zurückkehrte, waren Markus und Andreas F. spurlos verschwunden. Die Polizei bestätigte eine Suchaktion und den mutmaßlichen Entführungsfall, wollte sich jedoch zu Details nicht äußern. Laut ihrer Anwältin steht Markus' Mutter unter Schock und könne sich nicht zu dem Fall äußern. Es wird vermutet, dass der Vater versucht, Markus nach Sark zu bringen. Derzeit gibt es widersprüchliche Angaben darüber, ob es einen Haftbefehl gegen den Multimillionär gibt.

Nach dreitägiger Suche tauchte das Kind auf Sark auf, berichtet die "Daily Mail". Der Millionär sei mit dem Buben in seiner dortigen Anwaltskanzlei aufgetaucht. Die Mutter wurde über die Entwicklungen informiert. Angeblich will sich ein britisches Gericht nun mit dem Fall beschäftigen.

* Hinweis: Alle Namen wurden von der Redaktion geändert!

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