Solaranlagen, Stromspeicher, Wärmepumpen und Wallboxen sind beliebte Investitionen, um Energiekosten zu senken. Doch viele Besitzer schöpfen das volle Potenzial ihrer Anlagen nicht aus - und verlieren dadurch jährlich bis zu 1.500 Euro.
Der häufigste Fehler: Die einzelnen Geräte sind nicht miteinander vernetzt und werden nicht intelligent gesteuert. Wer seine Systeme digital verbindet und gezielt steuert, kann die Einsparungen deutlich steigern.
Laut chip.de hat das Unternehmen GridX einen deutschen Referenzhaushalt berechnet. Dieser verfügt über eine Photovoltaik-Anlage mit 10 Kilowatt, einen Batteriespeicher mit 9 Kilowattstunden sowie ein Elektroauto und eine Wärmepumpe.
Bei einem solchen Haushalt können durch netzdienliche Steuerung nach dem Energiewirtschaftsgesetz jährlich 150 bis 750 Euro eingespart werden. Die Optimierung des Eigenverbrauchs bringt weitere 260 bis 340 Euro.
Wer zusätzlich einen dynamischen Stromtarif nutzt, spart nochmals 200 bis 400 Euro. Ab 2027 sollen Flexibilitätsdienste weitere 400 bis 800 Euro pro Jahr ermöglichen.
„Unsere Branche ist bei der Installation neuer Anlagen mittlerweile deutlich schneller als bei deren Vernetzung“, erklärt Jonas Quilitz, geschäftsführender Chief Product Officer von GridX. Die richtige Einrichtung dauere oft nur wenige Minuten - wenn man es richtig macht.
Experten prognostizieren, dass die in der EU installierte Photovoltaik-Leistung von 406 Gigawatt Ende 2025 auf rund 750 Gigawatt im Jahr 2030 anwächst. Auch die Zahl der Elektroautos soll von 4,2 auf 10 Millionen steigen.