Viele Menschen fragen sich, ob eine Solaranlage im Rentenalter noch sinnvoll ist. Schließlich dauert es Jahre, bis sich die Investition amortisiert. Doch Experten geben Entwarnung: Unter bestimmten Bedingungen kann sich der Umstieg auch in fortgeschrittenem Alter rechnen.
Vor der Anschaffung sollte man seinen Stromverbrauch genau analysieren. Wann wird im Haushalt wie viel Strom verbraucht - tagsüber, nachts, im Sommer, im Winter? Basierend darauf sollte die Anlage dimensioniert werden. Bei Einfamilienhäusern liegt die typische Größe bei 4 bis 6 Kilowattpeak.
Bei den Kosten kann man von etwa 1.500 Euro pro Kilowattpeak ausgehen, wie es bei Chip.de heißt. Eine 6-kWp-Anlage kommt so auf rund 10.000 bis 12.000 Euro. Die Amortisierung dauert in der Regel acht bis zwölf Jahre, abhängig vom Finanzierungsmodell.
Bei einem Zinssatz von vier Prozent und einer Tilgungsrate von zehn Prozent pro Jahr entstehen zusätzliche Kosten von etwa 1.300 Euro jährlich - also etwas mehr als 100 Euro im Monat. Wenn man das Objekt noch mindestens zehn Jahre nutzen möchte, lohnt sich die Investition auf jeden Fall.
Wichtig ist auch der Zustand des Daches. Es macht wenig Sinn, eine neue Solaranlage auf einem Dach zu montieren, das in den nächsten 10 bis 20 Jahren saniert werden muss. In diesem Fall sollte zuerst das Dach erneuert werden.
Pauschal gilt: Bei der Anschaffung muss man mit monatlichen Mehrkosten von 100 bis 150 Euro rechnen. Wer diese leisten kann und einen Eigenverbrauchsanteil von mindestens 30 Prozent erreicht, für den kann eine Solaranlage auch im Rentenalter eine lohnende Investition sein.