Zwei Wochen ist es aus, als sich die SPÖ Oberösterreich wieder einmal sehr intensiv mit sich selbst beschäftigen musste. Nach einer missglückten Plakatkampagne mussten Parteichefin Birgit Gerstorfer und Landesgeschäftsführer Gerorg Brockmeyer gehen.
Michael Lindner wurde als neuer Landesparteichef bestimmt, soll im September auch offiziell zum neuen starken Mann von den Mitgliedern der Partei gewählt werden.
Und nun präsentiert Lindner auch schon überraschend schnell seine ersten Personalentscheidungen. Als neue Klubchefin folgt ihm Sabine Engleitner-Neu (53) nach. Sie kommt aus Ternberg (Bez. Steyr-Land) und ist erst seit der letzten Wahl im vergangenen September für die SPÖ im Landtag.
"Sicherheit ist ein zentrales Thema für alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher. Wenn es uns gelingt eine Gesellschaft zu bauen, in der niemand Angst haben muss, dann trägt das mehr zu Sicherheit mehr bei als Mauern und Alarmanlagen", sagt sie
Als Landesgeschäftsführer wurde Florian Koppler (33) bestellt. Der gebürtige Mühlviertler mit Hipster-Bart ist seit dem Vorjahr Gemeinderat der SPÖ in der Stadt Linz. Und er ließ bei der Präsentation aufhorchen, denn er nimmt sich Anleihen bei Start-ups.
"Die Methoden, Einstellungen und Managementsysteme, die ich durch Kooperationen mit verschiedenen Start-ups kennenlernen durfte, werde ich in die SPÖ implementieren“, erklärt Koppler, der zuletzt beim Innovationshauptplatz der Stadt Linz tätig war und Anhänger von Manchester United (Fußball) ist.
Aber auch Lindner kündiget an, die Partei erneuern zu wollen. „Mein Ziel ist es die Sozialdemokratie in Oberösterreich neu aufzustellen. Ich will einen neuen Boden legen. Dafür habe ich Personen geholt, von denen ich fachlich und persönlich überzeugt bin. Gemeinsam bilden wir auch einen Generationswechsel, gemeinsam wollen wir Oberösterreich sozial gerechter machen!"