Weniger Gewitter als üblich

Potz Bliiitz! Hier gab es den stärksten...

Mit rund 840.000 Blitzen war der Sommer in Österreich ungewöhnlich blitzarm – besonders im trockenen Osten.
Österreich Heute
02.09.2026, 11:06
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Der Sommer brachte nicht nur außergewöhnlich hohe Temperaturen und Trockenheit, sondern auch eine deutlich geringere Gewitteraktivität als üblich.

Laut UBIMET-Blitzmessnetz wurden österreichweit von Juni bis August "nur" 839.878 Blitzentladungen registriert. Damit liegt dieser Sommer etwa 30 Prozent unter dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre.

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Die meisten Blitze wurden in der Steiermark gezählt – insgesamt 228.433 Entladungen. Es folgen Oberösterreich mit 159.170, Niederösterreich mit 113.517 und Kärnten mit 112.818 Blitzen. Wien verzeichnete mit 2.929 Blitzen den niedrigsten Wert.

Bei der Blitzdichte pro Quadratkilometer liegt Eferding in Oberösterreich an der Spitze.

Auffällig ist, dass vor allem im Osten Österreichs, insbesondere im Burgenland, in Niederösterreich und in Wien, besonders wenige Blitze gezählt wurden. Diese Regionen wiesen zudem eine besonders ausgeprägte Trockenheit auf – teilweise fiel weniger als die Hälfte des üblichen Sommerniederschlags.

Laut Experten hängt die geringe Gewittertätigkeit auch mit der fehlenden Bodenfeuchte zusammen, da trockene Böden weniger Feuchtigkeit an die Atmosphäre abgeben.

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Hier krachte der stärkste Blitz

Innerhalb des Sommers gab es erhebliche Schwankungen: Im Juni wurden 312.527 Blitze registriert, im Juli waren es mit 194.589 Entladungen deutlich weniger. Der August brachte mit 332.762 Blitzen wieder einen Anstieg. Trotz des aktiven Augusts blieb die Gesamtzahl der Blitze klar unter dem Durchschnitt. Ob sich daraus ein langfristiger Trend ableiten lässt, ist laut uwz.at aufgrund der kurzen Datenreihe noch unklar.

Einzelne Gewitter brachten dennoch heftige Auswirkungen: Der stärkste Blitz des Sommers wurde am 16. Juli in Schwarzenberg (Bezirk Bregenz) gemessen und erreichte eine Stromstärke von 319,2 Kiloampere. Umgerechnet bündelte der Blitz die Stromstärke von über 21.000 Haushaltssteckdosen gleichzeitig.

Noch ein Vergleich: Für den menschlichen Körper ist ein Wechselstrom ab etwa 80 Milliampere (0,08 Ampere) durch Herzkammerflimmern absolut lebensgefährlich. Die Stromstärke dieses Blitzes übersteigt diese Schwelle um das 4-Millionen-Fache!

Auch bei den Regenmengen gab es lokal extreme Werte – etwa am 1. Juli in Neudorf bei Landsee (Burgenland), wo in zehn Minuten 47,9 Liter pro Quadratmeter fielen. Großkörniger Hagel verursachte zudem Schäden an Dächern und Photovoltaikanlagen.

Weniger Blitze, aber nicht weniger Unwetter

Der Sommer zeigt, dass ein blitzarmer Sommer nicht automatisch vor Unwettern schützt. Selbst bei selteneren Gewittern kann es weiterhin zu heftigem Starkregen, großem Hagel und Sturmböen kommen.

Lokale Unwetter sorgten etwa in Kärnten, im Burgenland oder am Arlberg für Schäden und Behinderungen.

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