Sommer, Sonne, Strand mit Buch

Sommerlektüre 2026: Diese 5 Bücher müsst ihr lesen

Diese Neuerscheinungen sorgen für Lesestoff mit Tiefgang für euren Sommer. Eine Fachjury hat die besten Bücher des Monats ausgewählt.
Heute Entertainment
02.06.2026, 08:28
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Die Freibäder haben geöffnet, die Gastgärten füllen sich, die Sonne sorgt für gebräunte Haut und beste Stimmung – endlich! Der Sommer ist da. Und mit ihm jede Menge frischer Lesestoff. Eine Fachjury hat die spannendsten Buch-Neuerscheinungen des Monats gekürt. Von berührenden Familiengeschichten über psychologisch raffinierte Romane bis hin zu klugen Essays: Diese fünf Titel haben das Zeug dazu, Ihre Sommerlektüre 2026 zu werden.

1. Anna Felnhofer: "Prosopon"

Was passiert, wenn man die Gesichter seiner Mitmenschen – oder sogar das eigene – nicht erkennen kann? Genau dieser Frage widmet sich die Wiener Psychologin und Autorin Anna Felnhofer in ihrem neuen Roman "Prosopon".

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Im Mittelpunkt steht ein Mann mit Prosopagnosie, besser bekannt als Gesichtsblindheit. Felnhofer schildert eindrucksvoll, wie belastend die seltene Wahrnehmungsstörung für Betroffene und ihr Umfeld sein kann. Gleichzeitig erzählt sie eine berührende Geschichte über Identität und die Frage, wer wir eigentlich sind. Perfekt für alle, die psychologisch fundierte Romane mit Tiefgang mögen.

2. Josef Winkler: "Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht"

Josef Winkler zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Stimmen der österreichischen Literatur. Sein neuer Roman ist zugleich einer seiner persönlichsten.

Der Büchnerpreisträger schreibt über seine Schwester Maria, die viele Jahre mit psychischen Erkrankungen lebte und schließlich in einem Pflegeheim untergebracht war. Fragmentarisch und eindringlich erzählt Winkler von Fürsorge, Verlust und familiärer Verbundenheit. Vor allem aber ist das Buch ein Versuch, die Schwester vor dem Vergessen zu bewahren.

Eine intensive Sommerlektüre für Leserinnen und Leser, die literarische Familiengeschichten schätzen.

2. Judith Schalansky: "Marmor, Quecksilber, Nebel"

Ebenfalls auf dem zweiten Platz landet Judith Schalansky mit einem Buch, das sich jeder einfachen Einordnung entzieht.

In drei Essays begibt sich die vielfach ausgezeichnete deutsche Autorin auf die Spur von Marmor, Quecksilber und Nebel. Was zunächst wie eine naturwissenschaftliche Entdeckungsreise wirkt, entwickelt sich rasch zu einer faszinierenden Erkundung dessen, "woraus wir gemacht sind".

Persönliche Erinnerungen treffen auf Kunstgeschichte, Wissenschaft und Philosophie. Schalansky beweist einmal mehr, warum sie zu den originellsten Autorinnen im deutschsprachigen Raum zählt.

Ideal für alle, die im Urlaub gerne kluge Texte lesen und dabei Neues entdecken wollen.

4. Birgit Birnbacher: "Sie wollen uns erzählen"

Birgit Birnbacher hat sich mit ihren Romanen als scharfe Beobachterin gesellschaftlicher Ungleichheit etabliert. In ihrem neuen Buch erzählt sie aus der Perspektive eines neunjährigen Buben mit ADHS.

Der junge Protagonist versucht, seinen Platz in einer Welt zu finden, die oft wenig Verständnis für Menschen hat, die nicht der vermeintlichen Norm entsprechen. Auch seine Mutter bewegt sich im neurodivergenten Spektrum.

Mit viel Empathie macht Birnbacher die Gedanken- und Gefühlswelt ihres Helden nachvollziehbar und schafft einen Roman, der berührt, ohne zu belehren.

Eine starke Empfehlung für alle, die gesellschaftlich relevante Themen in literarischer Form entdecken möchten.

5. Verena Stauffer: "Strahlen"

Nach ihrem gefeierten Gedichtband "Kiki Beach" legt Verena Stauffer nun einen Roman vor, der Beziehungen in all ihren Facetten untersucht.

Die Hauptfigur, eine Wiener Malerin, steckt nach einer Trennung und einer kreativen Krise fest. Auf der Suche nach Halt begegnet sie vier Männern – und gerät dabei immer wieder in schwierige, teils toxische Konstellationen.

Stauffer verbindet persönliche Geschichten mit politischen, religiösen und gesellschaftlichen Fragen. Die Handlung führt von Wien über New York bis in den Iran und macht "Strahlen" zu einer ebenso internationalen wie vielschichtigen Sommerlektüre.

Fazit:

Ob psychologischer Roman, Familiengeschichte, Essayband oder Gesellschaftsporträt: Die von der Fachjury ausgewählten Juni-Neuerscheinungen zeigen die Vielfalt der deutschsprachigen Literatur. Wer noch Lesestoff für Urlaub, Balkon oder Badesee sucht, findet hier gleich mehrere Kandidaten für den Bücherstapel des Sommers.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.06.2026, 08:28
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