Leader ruft "Kampf" aus

Sommerpause? In der Formel 1 brodelt es weiter

Kimi Antonelli geht als WM-Leader in die Sommerpause. Doch der Mercedes-Pilot rechnet noch lange nicht mit dem Titel.
Sport Heute
27.07.2026, 17:31
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Kimi Antonelli könnte in seinem Sommerurlaub eigentlich ganz beruhigt die Füße hochlegen. Komfortabel scheint der Vorsprung des WM-Spitzenreiters zur Halbzeit der Formel-1-Saison zu sein, nach seinem nächsten Podestplatz liegt der italienische Mercedes-Shootingstar im Titelrennen 50 Punkte vor seinem ersten Verfolger Lewis Hamilton. Doch der Schein trügt - und das wusste auch Antonelli, als er sich aus Budapest in seine wohlverdiente Pause verabschiedete.

"Es wird ein richtig großer Kampf", sagte der Teenager nach dem Großen Preis von Ungarn. Zwar war er im Stile eines "Raubvogels" (Tuttosport) von Platz sieben auf drei vorgefahren, doch Antonelli musste dafür hart schuften. Schließlich habe McLaren "einen Riesenschritt nach vorne gemacht", sagte der 19-Jährige, auch Ferrari sei auf dem Hungaroring "schnell" gewesen - und einen Max Verstappen im Red Bull dürfe man ja ohnehin "nie abschreiben".

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Der elfte Saisonlauf bot die nächste Wendung in einem bislang verrückten Jahr in der Motorsport-Königsklasse. Während der eigentlich dominante Mercedes laut Antonelli seine "Grenzen" aufgezeigt bekam und die Scuderia-Piloten Charles Leclerc und Hamilton sich selbst aller Siegchancen beraubten, war plötzlich Lando Norris im wiedererstarkten McLaren der Fahrer des Stunde. "Endlich ist der Weltmeister zurück - und das in seiner ganzen Klasse", schrieb die Gazzetta dello Sport.

Nach seinem Erfolg ist Norris bereits der fünfte verschiedene Gewinner in dieser Saison, vorne wechseln sich stets die vier Topteams auf dem Podium ab. Und so lässt sich trotz aller Kritik an der neuen Formel 1 festhalten, dass große Spannung garantiert ist. "Wir haben natürlich viele Sachen, über die man sprechen kann. Aber die Rennen waren bislang spektakulär", frohlockte Geschäftsführer Stefano Domenicali bei Sky: "Die Rückmeldungen von den Fans sind positiv, und das ist ja das Ziel unseres Sports: immer voranzukommen, die guten Rückmeldungen von überall zu berücksichtigen und in eine gewisse Richtung voranzugehen."

Doch nicht nur auf dem Asphalt ist Unterhaltung angesagt. Bis zur Fortsetzung in vier Wochen im niederländischen Zandvoort wird es in der Gerüchteküche der Formel 1 in gleich mehreren Töpfen weiter brodeln. Da wäre zum einen die berüchtigte "silly season", viele Cockpits für die kommende Saison sind noch nicht besetzt. Der größte Dominostein ist dabei Verstappen, der auch in Ungarn nach seinem "schockierenden" zweiten Platz über seinen lahmenden Red Bull schimpfte.

Eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2028 gültigen Vertrag öffnet dem Niederländer alle Türen, doch bei keinem Topteam scheint derzeit ein Platz frei. In Ungarn betonte nun auch Mercedes-Boss Toto Wolff, dass er nächstes Jahr weiter auf Antonelli und den derzeit schwächelnden George Russell setzen werde.

Daneben bietet auch der Rennkalender weiter Gesprächsstoff. Mit der Rückkehr von Malaysia als Ersatz für die ausgefallene Station in Bahrain wurde nun das nächste Puzzleteil eingesetzt. Fragezeichen bleiben aber bezüglich des Saisonfinals. Aktuell scheint eine Durchführung der Rennen in Katar und Abu Dhabi angesichts des Nahost-Krieges unrealistisch, als Ersatzkandidaten stünden wohl das portugiesische Portimao und Imola bereit. "Wir wollen die Entscheidung so lange wie möglich hinauszögern", sagte Domenicali, "vor Ende September" müsse aber eine getroffen werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.07.2026, 17:31
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