Sondererlaubnis: Frist für Hamilton im Schmuck-Streit

Lewis Hamilton wurde eine Frist zugestanden.
Lewis Hamilton wurde eine Frist zugestanden.Imago Images
Die Formel 1 greift durch. Lewis Hamilton darf beim Großen Preis von Miami nur mit einer Sondergenehmigung an den Start gehen. 

Unmittelbar vor dem Start ins Grand-Prix-Wochenende hat der Motorsport-Weltverband FIA noch einmal auf die geltenden Regeln bei Schmuck und der Unterwäsche hingewiesen. Rennleiter Niels Wittich stellte in einem Schreiben an alle Teams klar, dass einerseits alle Piloten feuerfeste Unterwäsche tragen sollen und andererseits Schmuckgegenständen im Cockpit verboten sind.

Das hat freilich einen ernsten Hintergrund. Metallschmuck könne im Brandfall schmelzen und zu schwersten Verbrennungen führen. Außerdem könnten sich Ketten oder ähnliches bei Bergungen verhaken, so das Abnehmen des Helmes in Notfällen erschweren. Darüber hinaus stellen Schmuckgegenstände auch bei MRT-Untersuchungen eine Gefahr dar. Die gleiche Argumentation gilt auch für Unterwäsche. Boxershorts aus Baumwolle könnten ebenso zu Verbrennungen führen. Die Piloten müssen also feuerfeste Unterwäsche tragen.

Hamilton schäumt

Die neuerliche Aufforderung stieß vor allem Siebenfach-Weltmeister Lewis Hamilton sauer auf. Zu seiner Medienrunde erschien der britische Mercedes-Pilot üppig behängt, hatte gleich mehrere Ketten um den Hals, trug auf beinahe jedem Finger einen Ring und gleich drei Uhren an den Handgelenken. 

"Das ist ein Rückschritt für unseren Sport. Es ist so eine Kleinigkeit. Das ist unnötig. Eigentlich hat die Formel 1 Wichtigeres zu tun", schüttelte der Brite deshalb den Kopf. Hamilton bekräftigte, dass er zumindest zwei Schmuckstücke – einer davon ist sein Nasenring – nicht einfach so entfernen könne. 

Frist bis Monaco

Rennleiter Wittich kündigte derweil stichprobenartige Kontrollen an. Ab sofort seien die Teams für die Umsetzung der gültigen Regeln verantwortlich. Deshalb erklärte auch Mercedes, dass der Brite keinen abnehmbaren Schmuck getragen habe. 

Um auch die Körperpiercings zu entfernen, wurde Hamilton nun eine Frist gesetzt. Bis zum Großen Preis von Monaco am 29. Mai müssen alle Schmuckgegenstände entfernt sein. Andererseits droht eine Strafe.

Die soll beim ersten Vergehen 50.000 US-Dollar betragen, beim zweiten Vergehen dann 100.000 Dollar betragen und beim dritten Mal 250.000 Dollar und möglicherweise einen Punkteabzug bedeuten. 

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