Politik

Sonja Ablinger tritt aus der SPÖ aus

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:56

Knalleffekt in der SPÖ: Ex-Nationalratsabgeordnete Sonja Ablinger übte am Montag scharfe Kritik an Bundeskanzler Werner Faymann und trat gleichzeitig laut "Kurier" aus der Partei aus. Für sie sei eine Grenze erreicht: "Es geht nicht mehr." Vor allem die Tatsache, dass sich die Roten just an jenem Tag mit der FPÖ im Burgenland an einen Tisch setzten, an dem es zu einem vielkritisierten Protest vor dem Asylquartier in Wien-Erdberg kam, erschüttere sie.

Knalleffekt in der SPÖ: Ex-Nationalratsabgeordnete Sonja Ablinger übte am Montag scharfe Kritik an kam, erschüttere sie.

Es gibt für sie keine andere Möglichkeit als den Austritt, erklärte Ablinger via "Kurier". Ausschlaggebend sei schließlich der Regierungspakt von SPÖ-Landeschef Hans Niessl mit der FPÖ im Burgenland gewesen: "Und dann setzt er sich mit den Blauen in Eisenstadt just an dem Tag an den Tisch, an dem sich Blaue in Wien-Erdberg vor ein Asylwerberquartier stellen und ankommenden Flüchtlingen Schilder entgegenhalten mit der symbolischen Botschaft 'Schleichts euch!'. Das war ein Schlag für mich. Der nächste, dass der Pakt mit der FPÖ binnen Tagen geschlossen war."

Dass sich Faymann kaum zu dem Pakt geäußert habe, habe sie ebenfalls schwer getroffen. Als "Höhepunkt des Niedergangs der  Partei" bezeichnete sie die Vorkommnisse rund um die SPÖ in den vergangenen Tagen: "Die stolze Partei der Entrechteten ist zu einer Partei geworden, die sich nicht geniert, mit den Rechten zu koalieren." Und: Die Parteispitze der SPÖ würde vermitteln, dass Beschlüsse "zum Krenreiben" seien - schließlich habe man behauptet, in keiner Form mit der FPÖ zusammenarbeiten zu wollen. Die FPÖ vertrete für Ablinger "das Gegenteil dessen, was die SPÖ einmal vertreten hat."

. Prammers Mandat ging an Walter Schopf, Ablinger hatte vehement gefordert, dass es an eine Frau gehen sollte.

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