Die hochsommerlichen Temperaturen lockten am Wochenende tausende Menschen an Badeseen, Flussufer und in die Freibäder der Stadt. Besonders groß war der Andrang am Samstag im Simmeringer Bad. Dort bildete sich bereits nach kurzer Zeit eine meterlange Warteschlange vor dem Eingang. Während in vielen Teilen Österreichs Temperaturen von deutlich über 30 Grad gemessen werden, ist die Sehnsucht nach einer Abkühlung besonders groß. Für einen Sprung ins kühle Nass nehmen viele Wiener daher sogar längere Wartezeiten in Kauf.
Auch im Freibad selbst zeigt sich ein ähnliches Bild. Ein "Heute"-Leser berichtet von einem enormen Besucheransturm. "Vor einem Monat war es hier noch ruhig und entspannt", erzählt der begeisterte Schwimmer. Davon ist mittlerweile wenig zu spüren: Die Becken sind gut gefüllt, zahlreiche Badegäste suchen im Wasser Abkühlung vor den hohen Temperaturen. Angesichts der Hitzewelle dürfte sich daran vorerst auch nichts ändern.
Eine rasche Entspannung der Wetterlage ist derzeit nicht in Sicht. Die aktuelle Hitzewelle dürfte sich zumindest bis weit in die kommende Woche fortsetzen – möglicherweise sogar noch länger. "Der Trend bis in den Juli hinein sieht für Wien gar nicht gut aus bezüglich Hitze und Dürre", schreibt Meteorologe Clemens Grohs von Kachelmannwetter.
Mit Blick auf die Prognosen ergänzt er: "Man kann nur hoffen, dass es nasser und kälter wird als vom ECMWF berechnet. Sonst drohen uns immer wieder Temperaturen deutlich über 30 Grad." Für alle, die derzeit auf eine Abkühlung hoffen, heißt es daher vorerst: durchhalten und ganz viel trinken!