Sonnencremen im Test: Diese sind unbedenklich

Sonnencremes im Test - das sind die Testsieger
Sonnencremes im Test - das sind die TestsiegeriStock
Die AKOÖ legt jetzt den aktuellsten Sonnencremen-Test von Ökotest offen. Von 22 Produkten fielen drei durch, eines zeigte krebserregende Stoffe.

Ökotest hat 22 Sonnencremen mit Lichtschutzfaktor 30 überprüft. Gecheckt wurden die Produkte auf bedenkliche UV-Filter, im Labor wurden sie auf problematische Inhaltsstoffe hin untersucht. Unter die Lupe genommen wurden sowohl herkömmliche Sonnencremen als auch zertifizierte Naturkosmetika.

Fazit: Drei Cremen fielen im Test durch, eine sogar aufgrund eines krebsverdächtigen Stoffes. Für 14 Produkte spricht die AKOÖ eine Empfehlung aus.

Die Testsieger

Vier Sonnenschutzmittel erhielten im Test die Gesamtnote "sehr gut". Zu den vier Testsiegern gehören die konventionellen Eigenmarken Cien Sun Sonnenmilch LSF 30 von Lidl um 3,19 Euro, die Today Sonnenmilch 30 von Rewe um 3,97 Euro, die Sun Dance Green Sonnenmilch LSF 30 von dm um 8,90 Euro und die Naturkosmetik Alverde Sensitiv Sonnenmilch LSF 30 um 7,95 Euro.

Diese Produkte schnitten nicht nur bei den Inhaltsstoffen mit Bestnote ab, sondern punkteten mit umfassenden Anwendungs- und Warnhinweisen. Dazu enthält die Verpackung recyceltes Plastik und keine chlorierten Verbindungen.

Zehn weitere Sonnencremen schnitten bei den Inhaltsstoffen sehr gut ab, darunter alle Naturkosmetikprodukte mit mineralischen Filtern und bei den konventionellen Produkten bekannte Namen wie Eucerin und Nivea.

Achtung bei diesen Produkten

Zu Punkteabzug bei den Inhaltstoffen kam es bei sieben Produkten wegen dem UV-Filter Octocrylen. Der Stoff steht im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken und das Zerfallsprodukt Benzophenon gilt als wahrscheinlich krebserregend. In sechs Produkten wurde eine geringe Menge nachgewiesen. Da jedoch mit der Zeit der Gehalt in Sonnencremen stark steigen kann, sind Sonnenschutzmittel mit dem Filter Octocrylen nicht zu empfehlen.

Im Piz Buin Moisturising Ultra Light Sun Spray SPF 30 wurde eine deutliche Menge Benzophenon gefunden. Der Spray enthält dazu PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger für köperfremde Stoffe machen können. Das Gesamturteil lautete daher „ungenügend“.

Zwei weitere Sonnencremen - Garnier Ambre Solaire Sonnenschutz-Milch LSF 30 und Cetaphil Sun Daylong Liposomale Lotion SPF 30 – fielen wegen bedenklicher Inhaltsstoffe mit „ungenügend“ durch.

Mineralische versus chemisch Filter in Sonnencremen

In allen zertifizierten Naturkosmetikprodukten sind die mineralischen Filter Titandioxid und Zinkoxid zu finden, die sich auf die Haut legen und die UV-Strahlung absorbieren, reflektieren und streuen. Titandioxid ist inzwischen als vermutlich krebserregend eingestuft, wenn man es einatmet. Die chemischen Filter in konventionellen Sonnencremes legen sich dagegen nicht auf die Haut, sondern dringen ein und absorbieren dort die UV-Strahlung. Einige dieser chemischen Filter stehen in Verdacht, wie ein Hormon zu wirken.

Tipps

Sonnencreme dick und mehrfach auftragen und nach dem Schwimmen nachcremen. Für Erwachse ist ein Sonnenschutz mit LSF 20, besser noch mit LSF 30, zu empfehlen und für Kinder sollte es LSF 50 sein.

Eine Liste der getesteten Produkte bzw. den Bericht von ÖKO-Test zum Download finden Sie hier: https://ooe.arbeiterkammer.at/service/testsundpreisvergleiche/tests/T_2021_Sonnencreme_Oekotest.pdf

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