Laserexperiment in Japan

Sonneneruptionen im Labor erstmals nachgestellt

Forscher haben mit Hochleistungslasern die Prozesse bei Sonneneruptionen nachgebildet. Das hilft beim Verständnis des Weltraumwetters.
Heute Life
20.09.2026, 12:53
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Bei Sonneneruptionen wird enorme Energie freigesetzt. Ein wichtiger Mechanismus dahinter ist die sogenannte magnetische Rekonnexion: Dabei brechen gegensinnig gerichtete Magnetfeldstrukturen auf und verbinden sich neu. Gespeicherte Magnetfeldenergie wird so in Wärme und schnelle Plasmaströmungen umgewandelt.

Forscher der Kyushu University um Taichi Morita haben diesen Prozess nun im Labor nachgebildet.

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Dazu nutzten sie die Gekko-XII-Laseranlage in Osaka und richteten zwei Hochleistungslaser auf getrennte Stellen eines Kohlenstoff-Targets. So entstanden zwei expandierende Plasmawolken mit selbst erzeugten Magnetfeldern, die in der Mitte aufeinandertrafen.

Das überraschende Ergebnis, wie scinexx berichtet: Die Rekonnexionsrate blieb mit Werten zwischen 0,1 und 0,2 auch dann stabil, wenn sich die Bedingungen des einströmenden Plasmas deutlich unterschieden.

Was die Ergebnisse bedeuten

Die Messungen stützen die Theorie, dass vor allem die lokale Physik der dünnen Stromschicht das Tempo der Rekonnexion bestimmt – und weniger die großräumigen Einströmbedingungen. Das könnte erklären, warum die Rekonnexionsrate im Weltall so robust erscheint.

Die Forscher planen nun weitere Tests mit schrägen Magnetfeldern und asymmetrischen Plasmaströmen. So wollen sie prüfen, ob die beobachtete Stabilität auch unter Bedingungen besteht, die kosmischen Plasmen näherkommen.

red,20.09.2026, 12:53