Am Mittwochabend steht über Österreich die größte Sonnenfinsternis seit 1999 bevor. Experte David Kaufmann, Meteorologe für "Tauernwetter", erklärt, was man über das Ereignis wissen muss und von wo man es am besten beobachten kann.
Um 19:26 Uhr beginnt die Sonnenfinsternis, gegen 20:15 Uhr ist der Höhepunkt erreicht. Je nach Standort sind dann 86 bis 89 Prozent der Sonne bedeckt. So viel war es über Österreich zuletzt am 11. August 1999.
Es gibt einen kleinen Haken: Der Höhepunkt der Sonnenfinsternis fällt fast genau mit dem Sonnenuntergang zusammen. Im Osten Österreichs ist die Sonne bereits untergegangen, bevor die Sonnenfinsternis ihr Maximum erreicht, im Westen steht sie nur noch ein bis zwei Grad über dem Horizont. In Wien geht die Sonne um 20:15 Uhr unter – exakt dann, wenn die Sonnenfinsternis ihren größten Wert erreicht.
Sichtbar sind dort also nur die letzten Minuten davor, mit etwa 85 Prozent Bedeckung knapp über dem Horizont. In Graz und Klagenfurt ist es ähnlich. In Innsbruck steht die Sonne beim Maximum noch gut einen Grad hoch, in Bregenz gut zwei.
In fast ganz Österreich ist die Sicht gut bis ausgezeichnet, im Flachland und im Osten bleibt es nahezu wolkenlos. Etwas anders schaut es stellenweise im Süden aus – über Kärnten, Osttirol und entlang der Alpensüdseite rechnet das Modell mit einigen Quellwolken, die den Blick zur Sonne zeitweise etwas trüben können. Ein Gewitter bildet sich, wenn überhaupt, nur ganz vereinzelt.
Für den Blick in die Sonne braucht es zwingend eine geprüfte Sonnenfinsternisbrille nach EN ISO 12312-2, auch wenn die Sonne tief steht und rot erscheint. Eine normale Sonnenbrille reicht nicht, und wer ein Fernglas oder Teleobjektiv nutzt, muss den Filter vor der Linse anbringen.