Nach der Winterkeule am Freitag klopfte am Montag erstmals der Frühling an die Tür – 12 Grad, strahlender Sonnenschein und blauer Himmel sorgten in Wien für Frühlingsgefühle. Für einen jungen Wiener offenbar Grund genug, gleich Nägel mit Köpfen zu machen.
Gegen 9 Uhr früh zog der Mann am Donaukanal kurzerhand blank – zumindest obenrum – und sprang zur Abkühlung ins Wasser. Während andere noch mit Schal und Jacke unterwegs waren, kraulte er schon munter durch den Kanal.
Augenzeugen staunten nicht schlecht über den mutigen Frühschwimmer. "Manche mögen' s kalt", kommentierte ein "Heute"-Leserreporter trocken und hielt die Szene fest. Tatsächlich dürfte das Wasser noch deutlich kälter gewesen sein als die frühlingshaften 12 Grad Lufttemperatur.
Was viele nicht wissen: Grundsätzlich ist das Baden im Donaukanal erlaubt – außer in der Nähe von Anlegestellen. Für erfahrene und geübte Schwimmer ist die rund 5 km/h langsame Strömung in der Regel nicht gefährlich. Wer hier schwimmt, spart sich quasi die Gegenstromanlage im Swimmingpool.
Schon 2020 wurde im Zuge eines Projekts von Studenten der Universität für angewandte Kunst sogar ein eigener Verein gegründet, der sich rund ums Schwimmen im Donaukanal dreht.
Ob sich der junge Wiener davon inspirieren ließ oder einfach nur die ersten Sonnenstrahlen genießen wollte, bleibt sein Geheimnis. Fix ist: Der Frühling ist in Wien angekommen – zumindest für die Hartgesottenen.