Wie ein Gerät Ihr Zuhause zum Musikwunder macht

Mit Beam stellt Sonos eine Soundbar für den Fernseher vor, die weit mehr ist, als die Beschreibung vermuten lässt. Beam wird zur Unterhaltungszentrale im Haus.
Sonos steht vor allem für sauberen, richtig guten Klang. Das war bei den Sonos One genannten smarten Lautsprechern so, bei den Einsteiger-, Mittelklasse- und Highend-Boxen Play:1, Play:3 und Play:5 sowie bei den Playbar und Playbase betitelten Soundbars. Während erstere Geräte für kleinere Räume gedacht waren, kamen die Soundbars in größeren Umgebungen zum Einsatz. Sound satt liefern alle, auch wenn das seinen Preis hat: Den One gibt es um 229 Euro, Playbar und Playbase um je 799 Euro. Die Play-Serie gibt es ab 179 bis hin zu 579 Euro.

Nun soll Sonos Beam sowohl preislich, als auch beim Einsatzgebiet die Lücke zwischen den Speakern und den auf große Räume ausgelegte Soundbars schließen. Preis: 449 Euro. Was die Nutzer erwartet, konnten wir bereits vor Veröffentlichung testen. Die Beam kommt mit Maßen von 68,5 x 651 x 100 Millimeter und einem Gewicht von rund 2,8 Kilogramm daher.

Im Lieferumfang finden sich neben Beam noch Stromkabel, HDMI-Kabel, optischer Audioadapter sowie eine Kurzanleitung. Beam ist von den Maßen weit kleiner als Playbar und Playbase und liefert in technischer Hinsicht nicht ganz den Bass-starken Sound der großen Brüder. Dafür ist Beam speziell für "normale" Zimmer entwickelt, verfügt über Sprachsteuerung per Amazon Alexa (später auch AirPlay 2 und Google Assistant) und liefert angenehmen, starken Sound ab.

Schlaue Software

Dass der Sound trotzdem richtig stark, kraftvoll und sauber klingt, ist der schlauen Software im Inneren zu verdanken. Sie kalibriert nicht nur die Soundbar für einen Raum perfekt aus, sondern zaubert auch über vier Fullrange-Woofer, Hochtöner, drei passive Strahler, separate Bass- und Höhen-Equalizer sowie fünf digitale Verstärker. Auch wenn das Gerät in der Schnittstelle Einsteiger-/Mittelklasse angesiedelt ist, die Musikqualität ist erstklassig, raumfüllend und kommt jenen von Playbar und Playbase durch die Software-Unterstützung sehr nahe.

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Sonos-gemäß ist das Design sehr dezent. Bis auf eine Anschlussausnehmung auf der Hinterseite, die HDMI-ARC-Port, Ethernet-Port, Stromanschluss und Verbindungsknopf beinhaltet, zieht sich ein Stoffgewebe rund um die Beam. Auf der Vorderseite prangt das Sonos-Logo, auf der Oberseite finden sich die Touch-Buttons für Lautstärke, Musikauswahl und Mikrofon-Stummschaltung. Eine kleine LED zeigt an, ob die Soundbar zuhört, ob sie stumm geschalten ist oder ob sie gerade Feedback gibt.

CommentCreated with Sketch.1 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Nicht nur Soundbar für den TV

Das komplett in schwarz oder weiß erhältliche Gerät kann auch auf die Wand montiert werden, die Halterung muss allerdings separat erworben werden. Gedacht ist allerdings, dass Beam vor das TV-Gerät gestellt wird, was die kompakten Maße in fast jeder Umgebung möglich machen. Fünf verbaute Mikrofone sorgen dafür, dass Sprachbefehle aus allen Richtungen und mehreren Metern Entfernung problemlos erkannt werden.

Ein Lautsprecher, der auch tanzen kann
Ein Lautsprecher, der auch tanzen kann


Das Aufstellen und die Einrichtung erfolgen denkbar einfach. Per Stromkabel wird Beam angeschlossen, kann dann entweder per WLAN oder LAN über die App in Sekunden eingerichtet werden. Ein HDMI-Kabel wird an den HDMI-ARC-Eingang des Fernsehers angeschlossen, schon steuert Beam den TV und gibt auch alle anderen Quellen wie Spotify, Apple Music, Amazon Music oder Google Play wieder. Zudem können sämtliche Inhalte von ans Netzwerk angeschlossenen Festplatten abgespielt werden. Wer keinen ARC-Anschluss hat, kann sich mit einem beinhalteten optischer Audioadapter behelfen.

Verschiedene Szenarien

Auch wenn Beam zum Einsatz mit einem TV konzipiert wurde, zum Betrieb ist kein Fernseher notwendig. Man kann Beam auch als ganz "normalen" Lautsprecher ohne zusätzliche Anbindungen nutzen. Beam kann sich problemlos mit anderen Sonos-Geräten verbinden, was einfach über die App erfolgt. Hier kann der Nutzer sein eigenes Home-Entertainment-System einrichten.

Im Test nutzten wir neben Beam zwei zusätzliche One-Speaker, um Surround-Sound zu simulieren. Das geschieht simpel: App öffnen, neues Gerät hinzufügen, Verbindungsknopf am zusätzlichen Speaker drücken, fertig. So kann nicht nur ein Raum, sondern eine ganze Wohnung bespielt werden. Im Wohnzimmer kann etwa Beam mit One-Lautsprechern das Actionfilm-Surround-Erlebnis liefern, während im Arbeitszimmer ruhige klassische Musik läuft.

Beeindruckender Klang

Der Einsatz in der Praxis ist beeindruckend: auch wenn der Beam im Vergleich zu Highend-Soundbars die Hardware "fehlt", klingt Musik und Filmton tatsächlich wie Surround-Sound, auch ohne zusätzliche Lautsprecher. Möglich macht das die (bisher nur für iOS verfügbare) Funktion "Trueplay". Nutzt man sie, schwenkt man Beam bei der Einrichtung durch den Raum und das Gerät findet selbstständig die perfekten Audioeinstellungen. Der Unterschied ist deutlich hörbar, der Raum wird wortwörtlich mit Klang erfüllt.

Zwei Audio-Zuckerl hat die dazugehörige Sonos-App zu bieten: Nachtmodus und Sprachverbesserung. Der Nachtmodus schaltet Bässe zurück und sorgt dafür, dass möglicherweise in Nebenräumen schlafende Personen nicht geweckt werden. Sprachverbesserung erkennt zuverlässiger und klarer Sprachbefehle, auch wenn das gerade abgespielte Video die lautesten Explosionen ausgibt.

Wenige Kritikpunkte

Alexa-Sprachsteuerung bedeutet zudem, dass nicht nur Audioinhalte per Sprachbefehl erteilt werden können. Auch Fire- TV-Geräte werden unterstützt. Über Alexa-Skills können zudem Smart-Home-Geräte eingebunden und gesteuert werden. Beam ist damit mehr als eine simple Soundbar, das Gerät sollte eigentlich als musikalischer Alleskönner beworben werden.

Zu bedenken gibt es bei Beam nicht allzu viele Punkte. Das Gerät ist klar darauf ausgerichtet, mit anderen Sonos-Devices und nicht mit jenen von Drittanbietern zusammenzuspielen. Einige Nutzer werden vielleicht Services wie Dolby Atmos vermissen, Beam macht aber softwareseitig vieles wieder gut. Die vielen Features von Beam kann man aber nur ausnützen, wenn ein kompatibler Fernseher und entsprechende Inhalte wie Prime Video und Co. vorhanden sind. Und AirPlay 2- sowie Google-Assistant-Unterstützung werden erst umgesetzt. Technisch und qualitativ gibt's dafür nichts zu meckern.

Erfahrung der Extraklasse

Mit Sonos Beam ist dem Unternehmen ein preislich ansprechendes Klangwunder gelungen. Alle abgespielten Inhalte wirkten fantastisch, besonders in kleinen und mittleren Räumen ist der Sound beeindruckend. Noch eine Stufe höher geht es, wenn zwei weitere Speaker verbunden werden. Der damit erhaltene Surround-Sound vermittelt das Gefühl, in einem modernen Kinosaal zu sitzen. Beam ist ein toller Einstieg in den Heimkino-Sektor, die wahre Stärke spielt das Gerät aber als Allround-Lautsprecher aus, der zu diesem Preis eine raumfüllende Erfahrung der Extraklasse abliefert. (rfi)

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