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Sony SmartBand 2 SWR12 mit Pulsmessung am Handgelenk

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:21

Sony hat sein Wearable-Angebot bereits vor der Internationalen Funkausstellung (IFA) 2015 (4. bis 9. September) um das neue SmartBand 2 SWR12 mit optischer Herzfrequenzmessung erweitert. Das SmartBand 2 SWR12 ist eine Weiterentwicklung aus der SmartBand-Serie von Sony. Kosten tut das SmartBand ab 119 Euro, wir haben es getestet.

von Sony. Kosten tut das SmartBand ab 119 Euro, wir haben es getestet.

Rückblick: Nach dem  blieben wir mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits bot es alles, was man von einem Fitness-Tracker erwartet, andererseits ließ uns das schlichte Aussehen, das hart gesagt einem Gummiband am Handgelenk gleichkommt, etwas ratlos zurück. Vorweg genommen: Am Aussehen ändert sich nicht viel, an der Ausstattung dafür umso mehr.

Dank des neuen optischen Sensors kann der Nutzer seine Herzfrequenz aufzeichnen und die Schwankungen, die über den Tag verteilt auftreten, analysieren. So kann er herausfinden, wie verschiedene Aktivitäten den persönlichen Gemütszustand beeinflussen – zum Beispiel, wie aufgeregt er beim Flirten ist oder wie das Herz beim Extremklettern reagiert. Theoretisch würde sich das Gerät damit auch als simpler Lügendetektor verwenden lassen.

Aktivitätstracker und Dichtheit 

Durch den Staub- und Wasserschutz ist das SmartBand 2 SWR12 bei nahezu jeder Witterung einsetzbar. Staub und Wasser können dem Smartband nichts anhaben. Hier zeigt sich auch der große Vorteil des Kunststoff-Teils: Ist es schmutzig, wird es einfach abgewaschen und beim Schwimmen muss man sich keine Gedanken darüber machen, dass das Technik-Teil baden geht. Stattdessen kann man sich auf das konzentrieren, was wichtig ist: Kalorienverbrauch und Schritte oder ähnliche Daten werden übersichtlich in der Auswertung wiedergegeben. 

Wird das Fahrrad gefahren, empfiehlt sich allerdings, das Telefon mitzunehmen, denn der GPS-Sensor ist wesentlich für die Ermittlung der Bewegungsart über das Laufen hinaus verantwortlich. Einstellbare Tagesziele sorgen dabei für die nötige Motivation und zeigen die Zielerreichung an. Mit der Schlafanalyse kann das smarte Armband auch allein ermitteln, wie lange Tiefschlafphasen andauern und die Nutzer mit dezenter Vibration zur optimalen Aufstehzeit – spätestens aber zur eingestellten Weckzeit – wecken. Allerdings kann das Gerät des nächtens am Handgelenk schon stören, wenn man das Tragen von Uhren und dergleichen im Schlaf nicht gewohnt ist.

Musiksteuerung und Veränderungen

Positiv fällt auf, dass sich Sony beim Verschluss des Bandes Gedanken gemacht hat. Hatte der Vorgänger noch eine etwas widerspenstige Druck-Verriegelung, fädelt man sich das SmartBand 2 nun ähnlich einer Uhr um das Handgelenk. So sitzt es auch sicherer als der Vorgänger und sieht zudem besser aus. 

Durch Drücken der Aktionstaste des Sensors wird der App-Modus aktiviert. Damit ist es dank Tapping-Funktion möglich, Musik durch einmaliges Tippen (Funktion: Play/Pause), zweimaliges (Vor) oder dreimaliges Tippen (Zurück) auf dem SmartBand 2 SWR12 zu steuern. Dauert etwas, bis man das verinnerlicht hat, ist aber nur Gewöhnungssache. Zudem informiert das Armband via unauffälliger Vibration und mit LED-Licht über eingehende Anrufe, SMS oder E-Mails, meldet, wenn das Telefon außer Reichweite ist und hilft auch, es wiederzufinden. Die LEDs sind dabei so dezent angebracht, dass sie nie stören und trotzdem (beim Leuchten) gut sichtbar sind. Abgeschaltet sind sie kaum zu sehen.

Akku und Fazit

Das persönliche digitale Tagebuch Lifelog stellt den Tagesablauf auf dem Smartphone grafisch aufbereitet anschaulich dar und ist zum kostenlosen Herunterladen im Google Play Store erhältlich. Die Akkulaufzeit des SmartBand 2 SWR12 beträgt je nach Gebrauch bis zu 8 Tage, es kann die Herzfrequenz des Nutzers bis zu 1,5 Tage lang erfassen, ohne aufgeladen zu werden. Das ist als Fitnessgadget in Ordnung.

Das SmartBand 2 SWR12 ist mit allen Smartphones und Tablets ab Android 4.4 (KitKat) und höher sowie mit Smartphones auf iOS 8.2 ab iPhone 4S kompatibel. Das smarte Armband ist ab 119 Euro in Schwarz und Weiß für voraussichtlich 119 Euro erhältlich sein. Zusätzlich sind Wechselarmbänder in Indigo und Pink ab 29 Euro verfügbar sein. In punkto Design bleibt das SmartBand weiter eine Geschmacksfrage. Wer einen Fitness-Tracker mit Display sucht, ist beim SmartBand 2 falsch. Alle, die aber ungestört sporteln und ihre Aktivität erst im Nachhinein ermitteln und analysieren wollen, finden in dem SmartBand einen treuen Begleiter. 

Rene Findenig

[email protected]

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