Preis-Streit

PlayStation vor Gericht – weil Spiele zu viel kosten!

Sony muss sich in London wegen angeblich überhöhter Preise für PlayStation-Spiele vor Gericht verantworten. Es geht um Milliardenbeträge.
Digital  Heute
10.03.2026, 17:29
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Der japanische Unterhaltungskonzern Sony muss sich in Großbritannien vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Die Preise für PlayStation-Spiele sollen viel zu hoch sein. Die Kläger meinen, Sony habe seine starke Marktposition ausgenutzt und gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen. Der Prozess hat am Dienstag in London begonnen. Sony wird in dem Verfahren auf rund zwei Milliarden Pfund (etwa 2,3 Milliarden Euro) verklagt. Das Unternehmen weist die Anschuldigungen zurück.

In der Sammelklage geht es um rund 12,1 Millionen britische PlayStation-Fans. Sie werfen Sony vor, dass Spiele im PlayStation Store, der offiziellen digitalen Plattform, viel zu teuer verkauft werden. Das betrifft nicht nur Spiele von Sony wie "Gran Turismo", sondern auch bekannte Titel anderer Hersteller wie "Call of Duty", "GTA" oder "Assassin's Creed".

Laut den Klägern sind diese Spiele im PlayStation Store oft deutlich teurer als im britischen Einzelhandel. Ein Beispiel: "Assassin's Creed Shadows" kostet dort fast 70 Pfund (rund 81 Euro) – das ist teilweise fast doppelt so viel wie im Geschäft.

Sony sieht das anders

Klägeranwalt Robert Palmer kritisiert: Sony habe eine Strategie entwickelt, "um alle tatsächlichen und potenziellen Wettbewerber vom digitalen Vertriebsmarkt auszuschließen". Außerdem soll der Konzern seine Stellung ausgenutzt und überhöhte Provisionen verlangt haben.

Sony sieht das anders. Das Unternehmen sagt, die Beweise würden klar zeigen, dass die "Rentabilität" des PlayStation-Systems keineswegs zu hoch sei, wenn man den Preis des Spiels und der Konsole zusammen betrachtet. Die digitalen Inhalte würden außerdem auf einem ähnlichen Preisniveau wie auf anderen Plattformen angeboten.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.03.2026, 17:49, 10.03.2026, 17:29
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