Der Hass auf Sophia Hadjipanteli, der Hunderttausende Fans auf Instagram folgen, entzündet sich an ihrer Monobraue. Das Model hat ihre zusammengewachsenen Augenbrauen zum Markenzeichen gemacht – und bekommt für ihren Stil zahlreiche Hasskommentare, darunter sogar Morddrohungen, wie sie in der Sendung "Good Morning Britain" erzählt.
"Wie kann es sein, dass irgendwo jemandem beigebracht wird, dass es inakzeptabel sei, so auszusehen wie ich, bis sie das so wütend macht, dass sie mein Leben bedrohen müssen?", fragt die 22-Jährige in der Sendung. "Das ist abartig, aber irgendwie stimmt dich das auch nachdenklich." Gegenüber ihren Kritikern stellt sie klar: "Ihr kommt nicht in meinen Kopf, aber vielleicht könnt ihr noch etwas lernen."
„"Wir wachsen in einer Gesellschaft auf, die nicht nur eine Richtung befürwortet, sondern sie den Leuten aufdrängt"“
Wer der 22-Jährige folgt, sieht, dass die junge Frau versucht, festgesetzte Schönheitsideale zu bekämpfen. "Wir wachsen in einer Gesellschaft auf, die nicht nur eine Richtung befürwortet, sondern sie den Leuten aufdrängt", so Hadjipanteli. Sie stellt die Frage: "Warum muss man einer Norm entsprechen? Und nur weil es jemandem nicht gefällt, heißt das nicht, dass es mir nicht gefallen darf."
Verwundert, dass andere Menschen über ihr Leben und ihren Look bestimmen wollen, ist das Model nicht. Sie berichtet, dass sie seit frühester Kindheit gemobbt worden sei – für ihre Kleidung, weil ihre Eltern Immigranten waren oder sie lange Zeit die Kleinste in ihrer Klasse war. "Mein Ziel ist es nicht, jemanden verändern zu wollen. Aber lasst doch einfach andere so sein, wie sie sein wollen", sagt Hadjipanteli. (rfi)