Kolumne LiebesLeben

Sorry, not sorry! Zeit, sich (nicht) zu entschuldigen

Zu seinen Fehlern zu stehen und um Verzeihung zu bitten, zeugt von Größe. Doch man muss es ernst meinen und nicht bei jeder Kleinigkeit einsetzen.
Sandra Kartik
14.01.2026, 06:00
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Verzeih mir, es tut mir leid. Zu seinen Fehlern und Missetaten zu stehen, ist nichts für Anfänger. Schließlich muss man zugeben, dass man nicht perfekt ist (Überraschung!). Manchen ist es schier unmöglich, einzugestehen, dass sie zu weit gegangen sind. Andere schießen mit einstudierten Floskeln aus der Hüfte, um das Gegenüber zu kalmieren. Das ist nicht viel wert, wenn es nicht von Herzen kommt. Eine ernst gemeinte Entschuldigung kann Gesagtes oder Verbrochenes zwar nicht ungeschehen machen, mildert aber den Schock ab. Von hier findet man wieder zusammen.

Ein Indikator, dass es überhaupt eine Schieflage gibt, ist das schlechte Gewissen. Was aber, wenn dieser Begleiter aus Kindheitstagen auch dann einsetzt, wenn man nichts falsch gemacht hat? Stark empathische Menschen kennen das. Man möchte niemandem auf den Schlips treten, es möglichst allen recht machen. Dann entschuldigt man sich ständig und für alles. Jedes gewöhnliche Versäumnis kann zum dumpfen Gefühl des Versagens führen. Doch dabei verliert man sich nur selbst. Künftig sollten übermotivierte Entschuldiger es so wie R. machen: Für jedes überflüssige Pardon Geld zur Seite legen und in einen Urlaub investieren. Sorry, not sorry.

Ich schreibe wöchentlich über das Thema Liebe und das Leben. Was beschäftigt dich? Worüber würdest du gerne mehr lesen? Maile mir an [email protected]t.

{title && {title} } sk, {title && {title} } Akt. 14.01.2026, 09:51, 14.01.2026, 06:00
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