Angetrieben von einem lang gehegten Traum der Auswanderung und dem Gefühl, sich in ihrer Heimat nicht mehr sicher zu fühlen, sucht sie in der Schweiz einen Neuanfang für sich und ihre drei Kinder. Im Interview verrät sie, warum die Wahl auf Zürich fiel und welche Hürden sie noch überwinden muss.
Eigentlich hatte ich diesen Moment schon Anfang 2025 – damals noch gemeinsam mit meinem Ex-Partner. Unser ursprünglicher Plan war, nach Barcelona auszuwandern. Der Wunsch auszuwandern begleitet mich also schon sehr lange. Er ist mein großer Lebenstraum und genau das, was mich antreibt, beruflich so viel Energie zu investieren. Nach der Trennung im August 2025 ließ mich dieser Gedanke jedoch nicht mehr los. Mir wurde immer klarer, dass ich diese Entscheidung nicht weiter aufschieben will. Ich musste sie jetzt treffen – ich will nicht länger warten.
Mallorca ist und bleibt mein großer Lebenstraum. Gleichzeitig ist er aktuell schwer umzusetzen: Der Flug dauert knapp drei Stunden, und mit Wartezeiten geht schnell ein halber Tag verloren, um nach Berlin zu kommen. Da ich meinen Kindern ihren Vater nicht nehmen möchte, müsste ich mindestens jede zweite Woche nach Berlin fliegen – das wäre auf Dauer zu stressig, sowohl für die Kinder als auch für mich. Die Schweiz, genauer gesagt Zürich, liegt deutlich näher: näher an Berlin und gleichzeitig auch näher an Mallorca. Es ist nicht die perfekte Lösung, aber wenn ich meinem Traum näherkommen will, muss ich wohl in einen sauren Apfel beißen. Zürich ist zudem eine wunderschöne Stadt, und auch sprachlich haben wir hier deutlich weniger Hürden.
Nein, einen konkreten Vorfall gab es nicht. Es ist vielmehr ein Gefühl, das mich schon seit längerer Zeit begleitet. Ich fühle mich in Deutschland zunehmend unsicher und auch nicht mehr wirklich wohl. Dieses diffuse Unbehagen ist für mich real genug, um es ernst zu nehmen und meine Lebensentscheidungen daran auszurichten.
Ich bin noch nie ausgewandert. Die größte Entscheidung dieser Art habe ich 2011 getroffen, als ich von Cottbus nach Berlin gezogen bin und bewusst alles hinter mir gelassen habe. Danach hat sich mein Leben komplett verändert – und ich mich gleich mit. Genau deshalb freue ich mich sehr auf dieses neue Kapitel und auf einen weiteren, ganz neuen Abschnitt in meinem Leben. Ich möchte noch nicht zu viel darüber verraten, wie stark sich unser Alltag verändern wird, aber wenn es so weit ist, nehme ich meine Community auf Instagram mit auf diese Reise.
Ich habe mir für dieses Jahr ganz bewusst vorgenommen, für meine Kinder absoluten Frieden zu schaffen. Bei Savio sehe ich jeden Tag, wie gut es einem Kind trotz getrennter Eltern gehen kann, wenn kein Groll herrscht, wenn man respektvoll miteinander umgeht, normal sprechen kann und sogar gemeinsam Zeit verbringt. Genau das wünsche ich mir auch für Juna. Und ich werde alles dafür tun, dass sie sich genauso sicher und frei fühlen darf – selbst wenn das bedeutet, dass ich als Mutter sehr stark zurückstecken muss.
Nein – und das meine ich ganz ohne Arroganz. Ich habe in den vergangenen Jahren sehr viel Zeit und Energie in mein Business investiert und mir damit eine stabile Basis aufgebaut. Finanziell sehe ich deshalb keine Probleme. Für mich war genau diese Unabhängigkeit immer Teil des Plans, um solche Entscheidungen überhaupt verantwortungsvoll treffen zu können.
Ich habe mir den Markt natürlich schon angeschaut, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was aktuell angeboten wird. Die größte Herausforderung wird tatsächlich sein, die richtige Wohnung zu finden: Mit drei Kindern brauche ich mindestens vier Schlafzimmer – mit Büro sogar fünf. Solche Größen sind deutlich seltener als klassische Zwei- oder Drei-Zimmer-Wohnungen. Meine persönliche Assistentin hat bereits Kontakt zu mehreren Immobilienmaklern aufgenommen, nun warten wir auf die ersten konkreten Angebote. Zusätzlich werde ich voraussichtlich schon diesen Monat nach Zürich fliegen, um mir zwei bis drei Wohnungen persönlich anzusehen – zumindest ist das der Plan.
Geplant ist aktuell der Juli. Sollte es schulisch möglich sein, würden wir den Umzug aber gern etwas vorziehen.
Ich bin schon lange keine klassische Influencerin mehr, die hauptsächlich von Kooperationen lebt. Mein Einkommen stammt aus meinen eigenen Businesses – darunter OnlyFans, ein Onlineshop und digitale Produkte wie Onlinekurse. Genau diese Arbeit werde ich auch in Zürich weiterführen. Der Standort ändert sich, das Fundament bleibt.
Wenn ich ganz ehrlich bin: Im Moment habe ich nicht das Gefühl, dass ich etwas vermissen werde. Das kann sich natürlich ändern, sobald ich wirklich dort lebe – aber aktuell überwiegt einfach die große Vorfreude, gehen zu dürfen. Eigentlich bin ich eher der Meer-und-Palmen-Typ, und trotzdem freue ich mich überraschend sehr auf die Berge, die Landschaft und dieses andere Lebensgefühl. Ich bin bereit für dieses neue Kapitel: ein neues Umfeld, neue Menschen, eine neue Stadt, eine neue Wohnung – ein neues Leben. Was jetzt noch fehlt, ist der richtige Mann an meiner Seite. Alles andere fühlt sich erstaunlich stimmig an