Kuriose Fundstücke

Da schau her! Was Ärzte auf Röntgenbildern entdecken

Glühbirnen, Shampoo-Flaschen, Vape-Pen, Sandalen – was haben diese Dinge wohl gemeinsam? Sie alle wurden schon mehrfach zweckentfremdet.
Heute Life
06.01.2026, 20:27
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Es passiert öfter, als viele glauben – und endet regelmäßig im Spital: Immer wieder verhaken sich rektal eingeführte Gegenstände im menschlichen Körper. Sexualität spielt da nicht immer eine Rolle, reine Neugier reicht.

Eine US-Webseite zeigt nun die 25 gefährlichsten Funde aus Notaufnahmen. Die klare Botschaft: Bitte nicht nachmachen!

Denn was eigentlich nicht dorthin gehört, landet erstaunlich häufig im Darm. Ob Glühbirnen, Shampoo-Flaschen oder sogar Sandalen – der Fantasie scheinen keine Grenzen gesetzt.

Menschen versuchen, sich zur sexuellen Stimulation Gegenstände über den After einzuführen, doch nicht selten wird aus dem Abenteuer ein medizinischer Notfall. Dann heißt es statt Höhepunkt plötzlich: Endstation Urologie.

An den Batterien zu erkennen: ein Vibrator
Case courtesy of Dr Frank Gaillard, Radiopaedia.org

Die Zahlen sind alarmierend: Fast 40.000 Amerikaner müssen jedes Jahr ins Krankenhaus, um sich Fremdkörper aus dem Gesäß entfernen zu lassen. Die meisten Ausreden reichen von "unglücklich hingesetzt" über "ausgerutscht und draufgefallen" bis hin zu "war neugierig". Das American Journal of Emergency Medicine berichtet, dass die meisten Betroffenen männlich und mittleren Alters sind. Über die Hälfte der Fälle betrifft Sexspielzeug – Tendenz steigend. Als mögliche Gründe gelten der wachsende Konsum von Online-Pornografie und der immer leichtere Zugang zu entsprechenden Produkten.

Besonders heikel wird es, wenn Betroffene versuchen, das Problem selbst zu lösen. Ärztliche Unterlagen zeigen, dass sich die Lage dadurch oft verschlimmert. In manchen Fällen landen dann zusätzlich Pinzetten oder sogar Kleiderbügel im After.

Die Webseite Defector hat die Datenbank der US-amerikanischen Kommission für Produktsicherheit (Consumer Product Safety Commission), die Berichte aus Notaufnahmen sammelt, durchforstet und die 25 gefährlichsten Gegenstände ermittelt, die Ärzte bereits auf Röntgenbildern entdeckt haben.

Diese 25 kuriosen Gegenstände wurden 2025 auf Röntgenaufnahmen entdeckt

  • Schrauben und Nägel
  • Hundespielzeug
  • In einem Plastikbeutel verpackte Bartschneider, die angeblich als Mittel gegen Verstopfung helfen sollten
  • ein Taktstock
  • eine Fleischspritze
  • eine Shampoo-Flasche
  • ein Zahnstocher
  • ein Weinverschluss
  • Ein Maiskolbenhalter
  • ein Textmarker
  • ein Zauberstab-Spielzeug
  • Murmeln
  • eine Filmdose
  • eine Sandale
  • ein Türknauf
  • eine Glühbirne, die mit der Glasseite zuerst eingesetzt wurde und aufgrund des Sogeffekts "eingesaugt" wurde.
  • eine Taschenlampe
  • ein Vape-Pen
  • zwei (!) Bleistifte
  • eine Pfeife im Maiskolben-Stil
  • ungekochte Nudeln
  • ein Nasenhaartrimmer
  • eine Brille
  • ein Ei
  • ein rechteckiger Reise-Zahnbürstenhalter

Immerhin: Glück im Unglück für viele Patienten. In den meisten Fällen können die Gegenstände ohne Operation entfernt werden. "Wenn man Glück hat, wandert das Objekt beim nächsten Stuhlgang wieder heraus", sagt ein 38-jähriger Arzt, der anonym bleiben möchte, zur "Bild". Doch er warnt eindringlich: "Aber es gibt viele Risiken wie Blutungen, Gewebeverletzungen, Inkontinenz und sogar schwere Infektionen, wenn Darmbakterien außerhalb des Darmtrakts in die Bauchhöhle gelangen. Das kann bis zum Tod führen."

Wandert der Gegenstand zu weit oder zerbricht – etwa bei Glas –, bleibt oft nur noch der medizinische Großeinsatz. Dann muss er ähnlich wie bei einer Darmspiegelung mit einem Endoskop geborgen werden. Im schlimmsten Fall ist sogar eine offene Bauchoperation nötig, um schwere Gewebeverletzungen zu behandeln.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.01.2026, 20:27
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