Ministerin soll zeigen, wie man mit 150 € leben kann

"Abgehoben, realitätsfern, weltfremd" – so bezeichnen Österreicher die Vorstellung der Sozialministerin, wonach man mit 150 Euro monatlich leben könne.

Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) sorgte mit ihrer Aussage, man könne von 150 Euro im Monat leben, für ordentlich Wirbel. Die Ministerin behauptete im TV, "wenn man die Wohnung auch noch bekommt", dann würden 150 Euro genügen, um über die Runden zu kommen.

Für SPÖ-Boss Christian Kern zeuge die umstrittene Behauptung der freiheitlichen Ministerin von "Abgehobenheit". In seiner Bilanz zu den letzten sieben Monaten Regierungsarbeit sagte der Oppositionschef: "Das zeigt schon ein gewisses Maß an Abgehobenheit. Wer selbst einkaufen geht, weiß, dass sich das nicht ausgeht."

Ministerin soll es vorzeigen

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher geht noch weiter: "Ich fordere Hartinger-Klein (Monatseinkommen 17.511,50 Euro) auf, den österreichischen Familien vorzuzeigen, wie man von 5 Euro pro Tag leben soll." Außerdem meint Lercher in einer Reaktion am Freitag: "Die FPÖ-Sozialministerin hat null Ahnung von der Lebenssituation der Menschen. Angesichts ihrer fassungslos machenden Realitätsferne empfehle ich Hartinger-Klein, mit der Wirklichkeit Kontakt aufzunehmen. Statt sich in ihrem Wiener Innenstadtbüro zu verschanzen, soll sie mit den ÖsterreicherInnen über ihre Lebensrealität reden."

Shitstorm im Netz

Abgesehen von der Kritik durch die Opposition, lässt die fragwürdige Ansicht der Ministerin im Netz die Wogen hoch gehen. Via Twitter empören sich zahlreiche User angesichts der Realitätsferne.

Die FPÖ-Sozialministerin selbst hat bisweilen keine weitere Stellungnahme abgegeben.

Hier ein Auszug der Kommentare der Twitter-Gemeinde:











(red)

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