SPÖ-Bürgermeister wirft ÖVP-Politiker aus Schule

Rund um die Sanierung der Schule gerieten Gerhard Mugrauer (li.) und Bürgermeister Dietmar Kapsamer in Streit.
Rund um die Sanierung der Schule gerieten Gerhard Mugrauer (li.) und Bürgermeister Dietmar Kapsamer in Streit.Team Fotokerschi/ÖVP/Gemeinde Kirchberg-Thening
Ärger in der 2.500-Einwohner-Gemeinde Kirchberg-Thening (OÖ): Weil ein Politiker ohne Anmeldung in die Volkschule wollte, kam es zum Streit.

Provinzposse in Vorwahlzeiten im beschaulichen Kirchberg-Thening (Bez. Linz-Land). Dort wird seit dem Vorjahr die örtliche Volksschule um 4,2 Millionen Euro renoviert. Weil es aber zu Verzögerungen beim Bau kam, gab es zum Schulbeginn viel Aufregung.

Es sei zu laut, schmutzig und gefährlich beschwerten sich Eltern. Und die Beschwerden riefen natürlich die Politik auf den Plan. Auf Facebook eskalierte ein Streit zwischen Bürgermeister Dietmar Kapsamer (SPÖ) und ÖVP-Gemeinderat Gerhard Mugrauer. Der Grund: Mugrauer wollte sich in der Schule von der Situation ein Bild machen, wurde dann aber vom Ortschef sozusagen rausgeworfen.

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Streit auf Facebook

Wie es dazu kam, darüber gibt es unterschiedliche Schilderungen. Mugrauer gegenüber "Heute": "Ich bin in die Schule, die Schuldirektorin meinte, sie hätte jetzt keine Zeit. Dann kam der Bürgermeister und erklärte, dass ich die Schule verlassen muss. Er sei als Bürgermeister Schulhalter und dürfe das."

Kapsamer nahm die Situation anders wahr. "Sowohl der Schulwart, als auch die Direktorin haben ihm gesagt, dass er die Schule wegen der Corona-Regeln nicht betreten darf. Er wollte das nicht wahrhaben, da habe ich mit einer Besitzstörungsklage gedroht, das kann ich als Schulbetreiber."

Problem mit Corona-Regeln 

Fakt ist, dass Mugrauer aus der Schule geworfen wurde. Wobei der ÖVP-Politiker des Argument mit den Corona-Regeln nicht nachvollziehen kann. "Ich hatte eine FFP2-Maske und meinen Impfnachweis mit", sagt er.

Der Bürgermeister hingegen lässt das nicht gelten, sieht sich im Recht. "Die Bildungsdirektion hat mir erklärt, dass ich richtig gehandelt habe und die Regeln im Zusammenhang mit Schulbesuchen sehr klar sind. Ohne Anmeldung darf keine schulfremde Person ins Haus."

Dabei sind sich die beiden in der Sache an sich einig, nämlich dass ein Schulbetrieb trotz der Verzögerungen beim Bau durchaus möglich sei und das Schulteam und die Kinder ein akzeptables Umfeld haben. Und damit auch alle Ortspolitiker wissen, wie es derzeit in der Schule aussieht, gab es inzwischen auch noch einen gemeinsamen Besichtigungstermin mit allen Gemeinderäten.

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