Es ist eine politische Zeitenwende: Wären am Sonntag Nationalratswahlen, würde Herbert Kickl wohl Österreichs komplette Polit-Landkarte blau färben – selbst rote Bastionen wie Wien und Burgenland.
Laut einer aktuellen Umfrage von Peter Hajek zeigt sich aber eine große Diskrepanz zwischen regionalem und bundesweitem Urnengang. So würde die Doskozil-SPÖ etwa eine Landtagswahl aktuell haushoch gewinnen – die Roten werden auf 46 Prozent hochgeschätzt. Das ist mehr als FPÖ (24 Prozent) und ÖVP (20 Prozent) gemeinsam.
Diametral anders bei einer Nationalratswahl: Mit Andreas Babler an der Spitze könnte die SPÖ im Burgenland lediglich 23 Prozent einfahren, rechnet man die Stimmenverluste (von 27 auf 23 Prozent) im Burgenland auf den Bund um, stünde Babler nur noch bei 17 Prozent – historischer Tiefstwert.
Herbert Kickl hingegen wäre mit 38 Prozent im Burgenland und wohl auch im Bund unschlagbar vorne – er würde sein pannonisches Nationalratswahl-Ergebnis von 2024 gleich um zehn Prozentpunkte verbessern.
SPÖ-Klubobmann Roland Fürst sieht in der aktuellen Studie eine klare politische Botschaft: "Während die FPÖ in Österreich auf einer Umfragewelle surft, zeigt das Burgenland: Mit klarer Haltung, sozialer Verantwortung und konsequenter Arbeit kann man die Menschen überzeugen. Die burgenländische SPÖ ist und bleibt die stärkste Kraft im Land."