Nach dem Schock um belastete Hipp-Babynahrung im Burgenland gibt es jetzt neue Details der Ermittlungen. Die im sichergestellten Glas gefundene Menge an Rattengift wäre laut Staatsanwaltschaft Eisenstadt zwar nicht lebensgefährlich gewesen – gesundheitliche Folgen hätte sie aber haben können, das berichtet der ORF.
Ein ergänzendes Gutachten ergab, dass das betroffene Gläschen rund 15 Mikrogramm Rattengift enthielt. Diese Menge hätte laut Ermittlern zu einer verminderten Blutgerinnung und damit zu milden Blutungen führen können.
Wichtig: Die Erkenntnisse beziehen sich ausschließlich auf jenes Glas, das in Schützen am Gebirge sichergestellt wurde. Über weitere betroffene Gläser – darunter Produkte in der Slowakei und in Tschechien sowie ein noch verschwundenes Glas im Burgenland – sagen die Ergebnisse nichts aus.
Ermittelt wird weiter wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung und versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung. Der 39-jährige Verdächtige sitzt seit Dienstag in Untersuchungshaft.
Besonders brisant: Ein zweites Glas, das in derselben Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft worden sein soll, wird weiterhin gesucht.
Der Rückruf der Hipp-Produkte war Mitte April öffentlich geworden. Konkret betroffen war das Produkt "Hipp Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel" in der 190-Gramm-Packung.
Mittlerweile sind die Hipp-Produkte in vielen Spar-Filialen wieder erhältlich. Laut Spar werde nun jedes einzelne Glas kontrolliert, ob es ordnungsgemäß verschlossen sei. Im Großraum Eisenstadt wurde außerdem das gesamte Hipp-Babynahrungssortiment ausgetauscht.