Der Verdächtige im Hipp-Erpressungsfall, ein 39-jähriger Mann, steht im Zentrum der aufsehenerregenden Causa um vergiftete Babybrei-Gläser. Der Mann soll versucht haben, das Unternehmen zu erpressen und versetzte damit zahlreiche Eltern in Angst und Schrecken. Nur rascher Ermittlungsarbeit und Glück ist es zu verdanken, dass kein Baby vom Gift-Cocktail in den Gläsern zu Schaden kam.
38 Tage lang hielt die Suche nach dem Täter die Öffentlichkeit in Atem. Schließlich gelang es den Ermittlern, das Versteck des mutmaßlichen Erpressers in Salzburg ausfindig zu machen und ihn festzunehmen.
Wie die "Krone" am Sonntag berichtet, offenbaren neue Details nun, dass das Leben des Verdächtigen von zahlreichen Rückschlägen und Problemen geprägt war. Das Motiv für die Tat dürfte in seinem schwierigen persönlichen Umfeld zu suchen und auf Rache hinausgelaufen sein.
So handelt es sich laut Bericht beim 39-jährigen Verdächtigen um einen dreifachen Familienvater, der selbst bei Hipp im "mittleren Management" angestellt war. Anfang des Jahres wurde der Mann dann offenbar gekündigt – aus Wirtschaftlichkeitsgründen, wie es heißt.
Dazu kamen laut Bericht auch eine mutmaßlich schmutzige Scheidung und die damit einhergehende Trennung von seinen drei Kindern. Daraufhin soll der Verdächtige wutentbrannt eine Erpresser-Mail an die deutsche Hipp-Zentrale geschickt haben – die aber nicht sofort gelesen wurde.
Diese dürfte aber schließlich auf die Spur des Verdächtigen geführt haben, der nun in der Justizanstalt Eisenstadt einsitzt und für den die Unschuldsvermutung gilt. Brisant: Fünf vergiftete Gläser wurden bisher gefunden. Heißt: Ein weiteres wurde verkauft und befindet sich noch im Umlauf.