Der Fall rund um manipulierte Babygläser der Marke "HiPP" im Burgenland sorgt weiter für Unruhe. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt verrät nun, wie hoch die Dosierung tatsächlich war.
In einem sichergestellten HiPP-Glas wurden laut derzeitigen Erkenntnissen 15 Mikrogramm Rattengift nachgewiesen.
Nun wird in einem weiteren Gutachten geprüft, welche Auswirkungen diese Menge auf den menschlichen Körper haben könnte – insbesondere bei Kindern. Auch die Frage einer möglichen tödlichen Wirkung steht im Raum. Ergebnisse werden frühestens Ende nächster Woche erwartet.
Die Ermittler gehen weiter von vorsätzlicher Gemeingefährdung sowie versuchter schwerer Körperverletzung aus.
Das betroffene Glas wurde in einer Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft und später in Schützen am Gebirge sichergestellt. Ein zweites Glas aus derselben Charge fehlt weiterhin.
Trotz intensiver Fahndung – inklusive gezielter Hinweise an Familien in der Region sowie der Information von Spitälern, Pflegeeinrichtungen und Kinderbetreuungseinrichtungen – blieb das zweite Glas bislang verschwunden. Auch die ungarischen Behörden sind eingebunden.