Sie ist Nichte von Orts-Chef

Anonymer Brief! Wirbel um Kindergarten-Betreuerin

In einem Kindergarten im Burgenland sorgen Vorwürfe gegen eine Betreuerin für Unruhe - die Bildungsdirektion prüft den Fall.
André Wilding
21.04.2026, 11:30
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Ein anonymes Schreiben sorgt derzeit im burgenländischen Deutsch Jahrndorf für Wirbel. Darin werden gegen eine Kindergarten-Helferin schwere Anschuldigungen erhoben. Die Rede ist davon, sie sei gegenüber einem Kind "körperlich übergriffig" geworden – darüber berichtet die "Kronen Zeitung".

Laut dem Brief sollen mehrere Kinder den Vorfall beobachtet und ihren Eltern davon erzählt haben. Diese Schilderungen hätten schließlich dazu geführt, dass der Fall gemeldet wurde. Inzwischen ist die Bildungsdirektion eingeschaltet. Dort bestätigt man, dass ermittelt wird, verweist aber auf ein laufendes Verfahren, heißt es in dem Bericht.

"Sohn ist sehr aufgeweckt"

Zusätzliche Brisanz bekommt die Causa durch eine familiäre Verbindung: In dem Schreiben wird laut "Krone" darauf hingewiesen, dass die betroffene Mitarbeiterin die Nichte des Bürgermeisters ist. Ortschef Gerhard Bachmann bestätigt das, widerspricht den Vorwürfen aber klar.

"Meine Nichte ist neben zwei Pädagoginnen eine von drei Helferinnen im Kindergarten. Bei dem sogenannten Vorfall hat sie ihren eigenen Sohn, der sehr aufgeweckt war, in den Vorraum gesetzt, bis er sich beruhigt hatte. Ein Kind dürfte das zu Hause weitererzählt haben. Körperliche Übergriffe hat es überhaupt nicht gegeben", erklärt Bachmann der "Krone".

Auch eine Kindergarteninspektorin war bereits vor Ort. Laut Bürgermeister habe diese keine strafrechtlich relevanten Auffälligkeiten festgestellt. Ein entsprechender Bericht liege am Gemeindeamt auf und könne eingesehen werden, berichtet die Tageszeitung.

"Racheakt"

Das anonyme Schreiben wurde nicht nur an die Bildungsdirektion, sondern auch an weitere Stellen wie Gemeindeaufsicht sowie Kinder- und Jugendhilfe geschickt. Bachmann vermutet hinter den Vorwürfen einen "Racheakt". Hintergrund sei eine geplante Reduktion von zwei auf eine Kindergartengruppe.

Derzeit werden 23 Kinder betreut. "Die Zeiten von Corona und des verstärkten Zuzugs sind vorbei. Zwei Gruppen sind wirtschaftlich nicht mehr vertretbar", so der Bürgermeister zur "Kronen Zeitung".

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