"Werden wir nie vergessen"

Ärzte retten Familienvater mit Herz-OP das Leben

Ein Burgenländer kämpfte mit schweren Herzproblemen – in Oberwart rettete eine rasche Operation ihm das Leben.
André Wilding
24.04.2026, 09:27
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Was zunächst mit Schwindel, Atemnot und starker Schwäche begann, entwickelte sich rasch zu einem medizinischen Notfall. Ein 67-Jähriger aus Pinkafeld wurde in die Klinik Oberwart eingeliefert – dort stellten Ärzte eine weit fortgeschrittene Verkalkung der Herzklappen fest.

Für die Familie ein Schock. "Wir hatten große Angst", erinnert sich Tochter Kristina Faulhammer-Jelic gegenüber der "Kronen Zeitung". Die Warnzeichen seien lange unterschätzt worden. "Die Situation war ernst. Viel Zeit wäre meinem Vater nicht mehr geblieben", schildert sie weiter. Klar war: Der Mann brauchte dringend eine neue Herzklappe.

"Sie haben sein Herz operiert – und unseres leichter gemacht"

Die Ärzte reagierten rasch und führten den komplexen Eingriff durch – mit Erfolg. Die Erleichterung bei den Angehörigen war entsprechend groß. In einem persönlichen Schreiben an Primar Dr. Wolfgang Dietl – es liegt der "Krone" vor – fand die Tochter bewegende Worte: "Mein Vater durfte erfahren, was moderne Medizin und echte Menschlichkeit bewirken können. Dass Sie ihm mit einer neuen Herzklappe das Leben gerettet und verlängert haben, ist etwas, das wir Ihnen nie vergessen werden. Sie haben sein Herz operiert – und unseres leichter gemacht."

Nur wenige Wochen nach der Operation zeigt sich der Patient bereits auf dem Weg der Besserung. Er erholt sich überdurchschnittlich gut, lässt es aber weiterhin ruhig angehen. Eine Kur in Bad Tatzmannsdorf ist bereits geplant, berichtet die Tageszeitung.

Parallel sorgt die Diskussion um die Herzchirurgie in Oberwart für Aufsehen. Für die Familie steht fest, wie entscheidend rasches Handeln ist. "Dank der schnellen Hilfe wurde meinem Vater Zeit geschenkt – Zeit, die für uns als Familie unbezahlbar ist", betont Faulhammer-Jelic in der "Krone".

Kurze Wartezeiten

Auch Primar Dietl unterstreicht gegenüber der Tageszeitung die Bedeutung kurzer Wartezeiten: "Wir haben das Einzugsgebiet, die Fallzahlen, die Voraussetzungen. Ich höre, es soll in den anderen Kliniken plötzlich keine Wartezeiten mehr geben – das ist schlichtweg falsch, das wissen wir von dutzenden Fällen."

Und weiter: "Genau darum geht es, um jeden Einzelnen. Jede Verzögerung kann fatale Auswirkungen auf ein Menschenleben haben, vor allem in der Herzmedizin."

Für den 67-Jährigen bedeutet die geglückte Operation vor allem eines: wertvolle Zeit, die er nun mit seiner Familie weiterleben kann.

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