Was über ihn bekannt ist

So fasste die Polizei den 39-jährigen HiPP-Erpresser

Der Kopf hinter den vergifteten Babybrei-Gläsern ist gefasst: Die "SOKO Glas" konnte den 39-Jährigen in seinem Versteck ausforschen.
Newsdesk Heute
03.05.2026, 08:51
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Es war eine Nachricht, die wie eine Bombe einschlug. Und selbst nach zwei Wochen ruhten die Ermittler über das verlängerte Wochenende keine Sekunde. Denn eines der mit vergifteten HiPP-Gläser mit Babybrei wurde noch immer nicht gefunden.

Insgesamt sechs davon platzierte ein bislang Unbekannter in verschiedenen Supermärkten in Österreich, Tschechien und der Slowakei. In einem E-Mail forderte er vom Unternehmen zwei Millionen Euro. Erste Laboruntersuchungen bestätigten, dass in den gefundenen Gläsern tatsächlich Rattengift war.

Dem feigen Erpresser mangelte es also keineswegs an krimineller Energie, hingegen sehr wohl an Geisteskraft. Denn sein Erpresserschreiben landete in einem kleinen, unbestimmten Postfach. Und beim Versenden hinterließ er allerhand digitale Spuren. Diese brachten die Ermittler letztlich zu seinem Aufenthaltsort.

39-Jähriger gefasst

Am Samstag haben schließlich Beamte des Landeskriminalamtes Burgenland mit Unterstützung des Bundeskriminalamts einen tatverdächtigen Mann festgenommen. "Der 39-Jährige wird derzeit einvernommen", berichtet die Exekutive in einer Mitteilung.

Eben weil die Einvernahme noch andauert, können zum jetzigen Zeitpunkt weder Details zur verdächtigen Person noch zu den weiteren Ermittlungsschritten bekanntgeben werden. Der "Krone" zufolge sollen es aber auch die Videoaufnahmen aus den Supermärkten gewesen sein, die dem mutmaßlichen Einzeltäter zum Verhängnis wurden.

Wie die "Salzburger Nachrichten" weiter berichten, wohne der Mann in der Landeshauptstadt Salzburg. Bei ihm soll es sich um keinen gebürtigen Österreicher handeln.

So geht es weiter

Geklärt werden muss noch, ob es sich bei der Giftmenge um eine für ein Baby potenziell tödliche Menge handelte. Der Tatvorwurf könnte entsprechend sogar auf versuchten Mord lauten – es gilt die Unschuldsvermutung.

Außerdem ist ein vergiftetes Glas, das im Burgenland in den Verkehr gebracht wurde, nach wie vor verschollen. "Danach suchen wir noch, vielleicht bringen jetzt die weiteren Schritte Licht in diese Angelegenheit", sagt Polizei-Sprecher Helmut Marban dem ORF Burgenland.

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