Schockzahlen für die Armutsentwicklung in Österreich aus der EU. Laut den EU-SILC-Daten sind bereits 1,69 Millionen Menschen im Land armutsgefährdet. Das sind 18,8 Prozent der Bevölkerung – und damit deutlich mehr als noch im Jahr davor.
Besonders bitter: Über 370.000 Betroffene sind Kinder, 261.000 Menschen leben sogar in absoluter Armut. Für Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer ist klar: "Die Zahlen sind ein Alarmsignal. Armut hat sich in Österreich auf einem inakzeptablen Niveau verfestigt."
Schuld sind unter anderem steigende Preise, internationale Krisen und Einsparungen im Sozialbereich. Armut komme immer mit schlechteren Bildungschancen, mehr Arbeitslosigkeit und wachsenden sozialen Spannungen einher, warnt Schöpfer und tätigt eine brisante Aussage: "Der soziale Frieden in Österreich ist in Gefahr."
Sein Appell an die Regierung – besonders angesichts des kürzlich verkündeten Doppelbudgets, das mit massiven Sparmaßnahmen verbunden ist: Es dürfe nicht auf Kosten der Schwächsten gespart werden.
Bei der Tafel Österreich wurden zuletzt mehr als 1,1 Millionen Lebensmittel-Ausgaben pro Jahr gezählt – fast doppelt so viele wie noch vor 16 Jahren. Auch bei der finanziellen Soforthilfe des Roten Kreuzes gehen die Zahlen nach oben: Seit 2022 sei die Nachfrage um rund 50 Prozent gestiegen. Viele können ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen.
Spendenkonto:
Österreichisches Rotes Kreuz
IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144
BIC: GIBAATWWXXX
Erste Bank – BLZ 22.111
"Helfen Sie uns mit einer Spende, die Not zu lindern!", betont der Rotkreuz-Chef. Die einfachste Methode sei eine Pfandspende, die in vielen Supermärkten von Penny, Hofer oder Lidl möglich ist. Auch eine Stromspende über das Partnerunternehmen Robin Powerhood sei eine innovative Methode der Unterstützung. "Schon ein kleiner Betrag kann für arme Menschen einen großen Unterschied machen!"